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	<title>Lebensberatung &amp; Training</title>
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	<description>Beratung und Training rund ums Leben: Beruf, Gefühle, Selbstwert</description>
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		<title>Kommunikation und Miteinander &#8211; eine Einbahnstraße?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Hochmuth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 03 Feb 2022 16:21:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Beitrag <a href="https://reginahochmuth.de/kommunikation-und-miteinander-eine-einbahnstrasse/">Kommunikation und Miteinander &#8211; eine Einbahnstraße?</a> erschien zuerst auf <a href="https://reginahochmuth.de">Lebensberatung &amp; Training</a>.</p>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #006666;"><strong>Kommunikation und Miteinander hat man selbst in der Hand – wirklich?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ich mich nur gut genug ausdrücke, dann werde ich verstanden. Wenn ich nur gut genug weiß, was in anderen Menschen vorgeht, kann ich empathisch darauf eingehen, und dann gibt es ein gutes Miteinander. Kommunikation und Miteinander habe ich folglich selbst in der Hand. Das glaubte ich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aus diesem Antrieb heraus beschäftige ich mich seit nunmehr 30 Jahren, mehr als die Hälfte meines Berufslebens, mit Kommunikation und innerpsychischen Dynamiken. Es fiel mir schon früh auf, dass es zwischen uns Menschen oft mehr Missverständnisse als Harmonie zu geben schien, und dass manche Streitthemen nicht geklärt werden können. Logischerweise dachte ich, dass das veränderbar sein müsse, und erlernte viele Techniken und Methoden. Ich kann, zumindest in der Theorie, perfekt kommunizieren, und habe Empathie für jeden. Somit muss doch jeder Konflikt lösbar sein? Jede Diskrepanz, jede Misharmonie? Nein, dem ist nicht so. Ich schreibe &#8222;in der Theorie perfekt&#8220; deshalb, weil es auch bei mir, wie bei nahezu jedem Menschen, Zeitpunkte und innere Dynamiken gibt, bei denen die Technik nicht mehr greift. Aber dazu später. </p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p> <span style="color: #006666;"><strong>Es ist kinderleicht</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vor einigen Jahren wurde mir bewusst, dass es immer und stets den Anderen, das Gegenüber braucht, um eine gelungene Kommunikation und einen gelungenen Kontakt zu erreichen. Es braucht die Bereitschaft, offen aufeinander zuzugehen, sich zuzuhören. Beidseitig. Du sagst, was bei Dir los ist, wie Du denkst und fühlst, und erhältst dafür Empathie von mir, und umgekehrt. That´s it! Ganz einfach! Kann jedes Kind!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #006666;"><strong>Ich habe Recht und Du bist schuld</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es scheiterte allein schon daran. Daran, dass die meisten Anderen genau dazu eben NICHT bereit sind. Sie wollen oder können sich in ihrem Ärger, ihrem rechthaberischen Ärger, in dem es keine andere Wahrheit gibt, nicht auf den Anderen einlassen. Seine Wahrheit hören, ihm zugestehen, dass er ebenfalls Gefühle und Bedürfnisse hat. Dass auch er dafür einen berechtigten Anlass empfunden hat. Interpunktion eben. Die Frau redet die ganze Zeit auf den Mann ein, während er die Zeitung immer höher hält. Er regt sich auf, dass sie immer redet, sie, dass er nie zuhört. Würde er die Zeitung runternehmen, würde sie nicht mehr so viel reden. Würde sie nicht mehr so viel reden, würde er die Zeitung runternehmen. Beides gleichzeitig ist wahr. Das erkennen sie jedoch nicht, und sind gegenseitig aufeinander böse, verärgert, und sie sind der Meinung, dass der Andere angefangen hat damit, also schuld ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #006666;"><strong>Einer alleine reicht nicht…</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nur in sehr sehr reifen Beziehungen wird auch gelebt, dass beides wahr ist. Mit Beziehung meine ich jetzt nicht nur Partnerschaft, sondern Beziehungen jeglicher Art. In diesem Fall greifen die Kommunikationstechniken noch. Aber wie schon gesagt, auch hier nur, wenn beide wollen. Einer allein schafft das nicht. Zumindest nicht so, dass es gerecht und ausbalanciert zugeht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Von dem Anspruch kann man sich also getrost verabschieden, aber man kann sich merken, dass man auch selbst der Interpunktion aufsitzt, und entsprechend empathisch zuhören. Das kann die Lage entschärfen, und Konflikte können sich lösen…..</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #006666;"><strong>… es sei denn, Dir ist egal, dass Deins nicht zählt</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>…wenn man sich von dem Wunsch verabschiedet, die eigene Sicht der Dinge möge auch gewürdigt werden. Insofern hätte man es selbst in der Hand. Gut zuhören, den Anderen würdigen, ihn beruhigen, Wind aus den Segeln nehmen. Alles wieder gut. Nur dass das extrem einseitig ist. Traurig, oder? Es gibt viele Menschen, die „Harmonietypen“, die das nicht als traurig empfinden, weil ihr innerer Wunsch nach Harmonie so stark ausgeprägt ist, dass es sie nicht stört, dass es nicht nach ihnen geht. Zumindest glauben dies die bewussten Anteile. Die unbewussten Anteile darunter krümmen sich, aber das merkt kaum einer. Bis es zu körperlichen Symptomen kommen kann. Aber das ist ein anderes Thema. Steckt man jedenfalls nicht zurück, ist nicht „diplomatisch“, sondern besteht darauf, dass man selbst auch noch da ist, wird es schwierig im Kontakt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #006666;"><strong>Die Lösung ist in der Tiefe der Psyche gut versteckt</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Über diese Situation der häufigen Einseitigkeit hinaus geht es nun noch eine Stufe tiefer. Es gibt da diese Streits, bei denen man sich gefühlt wegen einer Zahnpastatube an die Gurgel geht. Oder einer offenen Senftube. Oder einem nicht weggewischten Fleck. Ist doch kein Weltuntergang, oder? Sowas kann zu tagelangen Streits führen! Warum! Weil es in Wahrheit um etwas Anderes geht. Fast alle Diskussionen und Streits, über die wir uns mit all den tollen Kommunikationstechniken austauschen, sind Ablenkungsmanöver, wir reden über Äpfel, obwohl es um Birnen geht. Wir formulieren kluge Worte, professionell geschult, unterhalten uns über Thesen, sachliche Askpekte – all das, ohne auch nur einen Hauch eines Schimmers zu haben, dass es darum gar nicht geht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die meisten Emotionen sind in den ersten drei Lebensjahren ab Zeugung als emotionale Präferenz und Erinnerung, als neuronales Erregungsmuster in uns angelegt. Ihnen entsprechend reproduzieren wir. Immer und immer wieder. Genau diese Emotionen. Mit neuen Darstellern, in neuen Situationen, so geschickt verpackt, dass wir nicht erkennen können, dass es immer die gleichen Emotionen sind, um die es im Kern geht. Es handelt sich um alte Verletzungen, alte Schmerzen, Traumata. Ein Trauma, dieser Begriff schreckt viele ab, weil sie unter Trauma ausschließlich Gewalttaten o.ä. verstehen. Dem ist nicht so. Ein Kind kann durch viele überhaupt nicht böse gemeinten Gegebenheiten traumatisiert werden, von der Schwangerschaft über Geburt hin zu Trennungen von der Mutter, und vieles mehr. Es gibt hervorragende Traumaliteratur, wer mag, kann das gerne nachlesen. Je feinfühliger ein Wesen ist, umso mehr nimmt es sich zu Herzen, wenn es beispielsweise fühlt, dass Mama Angst hat, Mutter zu werden oder diese Entscheidung anzweifelt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #006666;"><strong>Jeder Konflikt basiert auf einem Trauma</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Derzeit verfolge ich die These, dass nahezu jegliche konfliktäre Kommunikation und schwieriges Miteinander traumagetriggert ist oder zumindest auf Emotionen abzielt, die sehr alt sind und in unserem limbischen System abgespeichert sind. Das perfide daran ist, dass jede einzelne aktuelle Situation, die uns ärgert, berechtig ist, es also wirkliche Gründe gibt, die die Gefühle erklären.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da formulieren wir professionell „Die Zahnpastatube ist offen“ (sachliche Darstellung des Geschehens), „das ärgert mich“ (bin ehrlich, nenne mein Gefühl). Der Andere ist dann zurecht irritiert. Was ärgert mich eine offene Zahnpastatube? Ist doch kein Problem! Dieses „ist doch kein Problem“ denkt unser logischer Verstand, nicht jedoch unser limbisches System. Dieses wittert in der offenen Zahnpastatube einen Angriff auf unsere Bedürfnisse, mangelnden Respekt, Achtlosigkeit (die einen emotional früher mal unfassbar gestresst haben muss) und so weiter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #006666;"><strong>Das Gefühl ist die Lösung</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In der Gewaltfreien Kommunikation (GFK)ergründet man sein eigenes Gefühl. In dem Fall „ärgerlich“. Für sein eigenes Gefühl übernimmt man Verantwortung, das heißt, der Andere ist nicht schuld. Du hast zwar die Zahnpastatube offengelassen, aber dass ich mich darüber ärgere, ist mein Ding! In der GfK-extended, die ich praktiziere, bleibt man nicht bei dem oberflächlichen Gefühl. Sondern man fühlt nach, spürt sich selbst nach, bis auf den Grund. Was ist eigentlich los? Und das, was eigentlich los ist, dafür kannst Du nichts. Du hast es nur gereizt. Danke!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn ich weiß, was los ist, kann ich mich MEINEN emotionalen Schmerzen zuwenden, gut für diese sorgen, und wenn ich mich selbst gehalten, getröstet und im besten Fall das Gefühl zu Ende gefühlt und somit aufgelöst habe, kann ich ganz cool und nüchtern kommunizieren „Du, als ich vorher zum wiederholten Male die offene Zahnpastatube gesehen habe ist der Gaul mit mir durch, ich hab mich so geärgert! Ich fühlte mich wertlos und unwichtig, weil ich gedacht habe Du ignorierst mich in meinen Wünschen. Naja, bös wäre ich trotzdem nicht, wenn Du die Tube künftig zumachen könntest! Sie trocknet doch sonst aus. Ok?“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #006666;"><strong>Die Königsklasse im Miteinander ist Beidseitigkeit</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Da alles in der Regel auf Gegenseitigkeit beruht, ist es selten so, dass nur die alten Gefühle von einem Beteiligten anspringen, meistens sind es beide. Was gibt es Schöneres im Miteinander, wenn dies gemeinsam geklärt und gelöst werden kann und so beide weiterkommen! In dem Fall ist für mich sogar die eigentlich unfaire rhetorische Technik des „tu quoque“ (Du auch) legitim: jemand macht Dir einen Vorwurf. Will Dir klarmmachen, was Du alles falsch machst, seinen Ärger loswerden und will haben, dass Du Dich entschuldigst, auf dass dann alles wieder gut ist! Nein. Tu Quoque. Mit dem kannst Du Dich schützen. Kannst sagen „ich verstehe Dein Anliegen, es kommt bei mir an, und gleichzeitig ist die Situation bei mir wie folgt“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bliebe es dabei, wäre es unfaire Rhetorik, ein Wegbatschen eines Vorwurfs, ein kommunikatives Patt. Das keinem hilft. Bleibt es aber nicht dabei, hat der Andere registriert, halt, da ist ja noch wer. Da gibt es auch noch andere Gefühle, Bedürfnisse, Sichtweisen! Lass uns über BEIDES reden! Wunderbar, oder?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #006666;"><strong>Fazit:</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist wichtig, gut kommunizieren zu können. Die Techniken helfen bis zu einem gewissen Grad. Noch wichtiger ist es, seine Gefühle zu ergründen, bei jedem Missverständnis, jedem Konflikt, jeder Emotion erhält man Gelegenheit dazu, seinen Keller zu entrümpeln! Man muss nicht alles ewig wiederholen, es genügt, innezuhalten, zu spüren, zu erspüren, und dem ganz alten Anteil in sich drin, der damals so verletzt worden war, mit ganz viel Liebe aus der Patsche zu helfen. Das alles kann man alleine tun, ohne dass man das Gegenüber, dass einen verletzt hat, dazu braucht! Ja im Gegenteil. Wer zu viel über sein Gegenüber reflektiert und zu viel über vermeintliche eigene Fehler, verliert unfassbar viel Energie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Also, man kann das ganz unabhängig zumindest für sich selbst klären. Das ist das Schöne daran. Probier´s aus! Es ist wunderbar, wie sich als Folge manche Themen dann eben doch scheinbar ganz von alleine wie von Zauberhand auflösen, wenn man sie für sich geklärt hat. Somit hast Du den Konflikt durch eigene Arbeit entschärfen können. Meist braucht es beide, you need two for a Tango. Vielleicht hast Du den Anderen auch durch Dein eigenes Vorbild inspirieren können, ähnlich an die Themen heranzugehen. Das ist aber zweitrangig, da jeder für sich selbst verantwortlich ist, jeder jederzeit das für ihn Beste gibt. Als Nebenwirkung wirst Du auf viele Diskussionen und auch viele Kontakte keine Lust mehr haben. Du brauchst sie nämlich nicht mehr. Das war ihr einziger Zweck, verletzte Gefühle ans Tageslicht zu bringen und zu heilen. Ist das geschehen, braucht es das Tohuwabuhu nicht mehr. Frieden kehrt ein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Mit Empathie oder ohne mich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Hochmuth]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Jul 2021 10:14:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ist Dir Harmonie wichtig? Dass Konflikte, wenn es sie denn überhaupt geben muss, gelöst werden? Oft gibst Du nach, weil das nicht geht. Schluckst es runter, um des lieben Friedens Willens. Lieber reflektierst Du, was es mit Dir zu tun hat, versuchst rumzuschrauben in Deinem Inneren, denn Du hast ja fein gelernt, dass alles, was einen stört, mit einem selbst zu tun haben muss, sonst wäre es ja nicht im Resonanzfeld. Also muss an Dir was falsch sein, wenn Dich das stört, oder? Du buchst Coachings, machst Meditationen/hypnotische Reisen, lernst alle möglichen Techniken, mit schwierigen Gefühlen umzugehen und wendest sie regelmäßig an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nun. So war ich jedenfalls gestrickt. Kennst Du das von Dir auch?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Bei mir war das so bis vor einiger Zeit. Und das, obwohl mir ein Freud Zitat schon lange vorher begegnet war. Sinngemäß schreibt er, oder es wird ihm zugeschrieben (also ich war nicht dabei persönlich), dass man, bevor man glaube, man hätte ein psychisches Problem, zunächst mal in seiner Umgebung schauen soll, ob man nicht von A…. umgeben sei. Äh ja.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Vom Kopf her klar war mir schon lange, dass es für eine gute Verbindung den Willen und das Engagement sowie die Empathiebereitschaft ALLER Beteiligten braucht. Vom Kopf her, nur mein Innerstes wollte eben den Frieden, brachte Empathie für alle auf, sie können es ja nicht besser, geben ihr Bestes, es gibt einen guten Grund für ihr Verhalten (was auch so ist!), es ist MEIN Resonanzfeld, MEINE Gefühle, …, und….. ließ das, was mir wehtat, weiter mit mir machen bei gleichzeitigem Unverständnis derer für meine Empfindungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ganz oft merken es die Menschen nicht, dass sie immer zurückstecken. Sie halten es für „Hilfsbereitschaft“, „menschliche Größe“, „Bescheidenheit“ usw. Sie definieren ihr Selbstbild so, haben es vielleicht von Kind an gelernt, dass man „Rücksicht“ nehmen müsse auf die Anderen. Sie glauben, nichts ändern zu können, ohnmächtig und ausgeliefert zu sein. Es entzieht sich ihrem Bewusstsein, weil die andere Folge, nämlich etwaiger Streit oder gar Kontaktende, noch bedrohlicher erscheint.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Besonders tricky finde ich, ja, geradezu perfide, dass gerade derjenige, der nicht bereit ist, auf DICH zuzugehen Dir gerne vorwirft „sei nicht so egoistisch“. Damit wird man mundtot gemacht, denn das will ja keiner. Hier läuft jedoch ein übles Spiel, hinter das man erst mal kommen muss. Aber wenn, dann gibt es kein Halten mehr.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>Was passiert in diesen Momenten des Zurücksteckens IN Dir?</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ja, Du nimmst Rücksicht auf Andere. Bist ihnen gegenüber wohlwollend. Verständnisvoll. Empathisch. Einfühlsam. Damit bist Du zumindest auf einer besseren Frequenz, als wenn Du in den Hass oder die Wut gehen würdest (wobei diese heilsam sein kann, Frequenz hin oder her, aber dazu später). Nur wie sieht es IN Dir aus? Wie geht es diesen inneren Anteilen, die zurückstecken müssen, die ihre eigenen Bedürfnisse nicht erfüllen können, denen es deshalb nicht wohl geht? Du vermittelst ihnen damit „Deine Bedürfnisse, nun, sie zählen nicht, die der Anderen sind wichtiger“. Lass diesen Satz mal auf der Zunge und im Herzen zergehen. Wie ist das für Dich, zu lesen „Deine Bedürfnisse zählen nicht, die der Anderen sind wichtiger“? Es folgt „und Du musst sie zurückstecken, sonst haben wir keinen Frieden“? Danach noch „und jetzt gib Ruhe, Dir geht es zwar schlecht, aber sei still, sonst haben wir keinen Frieden mit ihm/ihr“?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nehmen wir ein praktisches Beispiel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Karl und Anna streiten. Wegen einer Zahnpastatube (klar, der Streit geht nur um die Zahnpastatube……jaja….aber das ist ein anderes Thema, also lassen wir das jetzt mal so stehen). Es schaukelt sich hoch, Karl schreit irgendwann „Du bist so eine penible Person, was musst Du wegen einer Zahnpastatube so rummotzen“ und sie weint „warum bist Du denn so gemein“. Sie gehen auseinander, Anna kommt wieder auf Karl zu, (er nicht, er sägt oder schraubt irgendwas), spricht ihn an, sagt „lass uns reden“. Er stimmt ein, aber bleibt bei seiner Haltung, sie habe gemotzt, das gehe nicht. Ihre Seite, ihre Emotionen, ihre Bedürfnisse, ihre Verletzung, die sieht er nicht, will er nicht, sie ist selbst schuld und er habe nichts falsch gemacht, sie habe angefangen, sie habe mit der blöden Zahnpastatube rumgemacht. Ja, man könne sich gern versöhnen, an ihm solls nicht liegen! Sie spürt genau, dass da was nicht stimmt. Sie spürt genau, was sie braucht, nämlich Empathie und eine echte Versöhnung, nur, die wird es mit Karl nicht geben. Also schluckt sie, denkt „naja, vielleicht hat er recht und ich war zu harsch im Ton und so eine Zahnpastatube ist ja schließlich nicht die Welt“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>In solchen Beziehungen finden sich manche Menschen allerortens. Partnerschaft, Freundschaften, Kollegen, Chefs, soziale Medien. Ihre Bedürfnisse werden verkannt, abgewertet. Nicht existent, egal, gleichgültig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Hey, sei mal nicht so ein Opfer!“, sagen die Täter. Natürlich nicht mit diesen Worten, dass ist Spiri-Coach-Jargon. In normalen Worten heißt es „jetzt sei halt nicht so, beruhig Dich mal wieder, das musst Du abkönnen“ o.ä.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>Irgendwann kommt man vielleicht an den Punkt – JA. Es HAT mit mir zu tun.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Aber! Auf ganz andere Weise, als die, die einen bisher als „Opfer“ oder „kompliziert“ oder „Schuld an Streit“ oder „überempfindlich“ oder sonst was tituliert haben. Es hat auf die Weise mit einem selbst zu tun, dass man SICH SELBST ebenfalls würdigt, respektiert, empathisch behandelt und als Umgangsmaßstab empathisch behandeln lässt. Hier kommt die vorher erwähnte und so verkannte Wut ins Spiel. Es gibt nämlich die echte primäre Wut, die, die aufdeckt „hier stimmt was nicht“ und die dabei hilft, Situationen zu verbessern!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zu einer Beziehung, egal welcher Natur diese ist, gehören ALLE Beteiligten gleichermaßen. Auf Augenhöhe. Alle gleichwert. JEDES Bedürfnis wird gesehen, gewürdigt, JEDE Emotion hat ihre Berechtigung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>Entweder MIT Empathie oder ohne mich.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Genau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Irgendwann war er da dieser Satz. Und zwar gefühlt, mit jeder Zelle. Aufrecht, stolz, jawoll. So und sonst nicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ist selbstredend, dass Gefühle und Bedürfnisse oftmals Flashbacks aus der Kindheit sind, und dass man diese eben nicht unreflektiert auf Anderen auskübelt, diese für die Erfüllung verantwortlich macht, was damals schiefgelaufen ist. Dafür ist man schon selbst verantwortlich. Auch das haben die meisten Menschen nicht bewusst. Sie glauben, dass Andere an ihrer Befindlichkeit schuld sind, das ist meistens falsch. Stress in Beziehungen gibt es meines Erachtens nur, wenn innere Kinder, innere Verletzungen aktiviert worden sind. Das kann ja auch ganz gut sein, gibt es einem die Gelegenheit, diese aufzudecken und aufzulösen. Man könnte dies auch gemeinsam tun, das ist eine sehr heilsame Erfahrung!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wenn jedoch nicht praktiziert wird, dass bei BEIDEN Seiten Gefühle und Bedürfnisse entstanden sind, und dass BEIDE liebevoll gesehen und anerkannt werden, dann ist es einseitig!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Streits oder Meinungsverschiedenheiten sind OK. Aber die Klärung hinterher, und die Versöhnung auf menschlicher Ebene, auf Herzensebene, ist für mich existenziell für ein gutes Weiterführen der Beziehung. Für Dich auch?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zurück zu Karl und Anna. Er könnte ihr sagen „es hat mich fürchterlich geärgert, dass Du mich wegen einer offenen Zahnpastatube so angegangen bist, bitte pass nächstes Mal auf Deinen Ton auf“, und sie könnte antworten „ich verstehe, dass es Dich geärgert hat, nur das mit meinem Ton, dazu folgendes: es hat MICH geärgert, dass die Tube offen rumliegt, weil sie so austrocknet und es auch schlampig aussieht, was mich stört. Es ist auch nicht das Einzige was rumliegt, hab ich alles nichts zu gesagt. Dazu der folgende Streit, der Ton dabei, ganz ehrlich, das hat mich sehr verletzt“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So weit die Bestandsaufnahme, nun ist auf dem Tablett, was bei beiden los ist. Anschließend wird das ausdiskutiert, geklärt, liebevoll, wertschätzend, die jeweiligen Gefühle und Bedürfnisse werden gesehen, eine gute gemeinsame Lösung gefunden. Eine Lösung, die weitgehend alle Bedürfnisse berücksichtig. Vermutlich wird man dann schon ein Arrangement finden, dem Anderen entgegenkommen, aber da tun es BEIDE.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Knoten im Herzen hat sich aufgelöst, die Liebe fließt wieder, es war ein reinigendes Gewitter, und man ist völlig frei von dem alten Konflikt im Herzen und im Umgang mit dem Anderen. Das ist schön, wirklich!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nur können es bisher wenige Menschen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mir ist es wichtig, dass Menschen gute Kontakte haben, weil einem das sehr guttut! Allerdings nicht um den Preis, dass einer alles schluckt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Daher plädiere ich im Zweifelsfall auch für die klare Kante, für ein klares Statement und wenn es nicht anders geht für Kontaktpause oder -ende. Lieber gehe ich aus einem für mich schädlichen Kontakt raus. Als schädlich empfinde ich, wenn der Andere nicht bereit ist, sich meine Seite anzuhören geschweige denn, sie als gleichberechtigt zu würdigen und ihr Empathie zu geben – auch wenn er inhaltlich anderer Meinung ist. Das ist ja kein Problem. Wenn ich in dem Kontakt bleiben würde, würde ich mir selbst schaden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Puh. Wie geht es Dir, wenn Du das liest? Viele bekommen es mit der Angst zu tun! Wer bleibt mir noch? Ich muss doch sozial verträglich sein, was, wenn ich dann alleine dastehe? Das sind die inneren Hinderungsgründe. Die gilt es anzuschauen und zu lösen, denn dann ist die Angst, alleine zu sein größer als die innere Würde, dass die eigenen Bedürfnisse gleich wichtig sind, wie die der Anderen. Ja, das sind sie.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es darf ausbalanciert sein, es geht nicht um puren Egoismus, dass jetzt alle nach Deiner Pfeife tanzen müssen, sondern es geht um ein faires, gerechtes, warmherziges, gleichberechtigtes Miteinander, einen schönen gemeinsamen Tanz. Mit dieser Haltung lässt sich JEDES Thema lösen. Im schlimmsten Fall kommt dabei raus, dass man nicht kompatibel ist, Ok, kann vorkommen, dann gehen wir eben getrennte Wege, aber dies in Frieden ohne Groll. Wenn wir kompatibel sind, prima, alles gut. Diese Haltung stärkt Deinen Selbstwert und die innere Würde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>Mit Empathie oder ohne mich.</strong></span></p>
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		<title>Passiv-aggressives Verhalten und der Umgang damit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Hochmuth]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Apr 2021 14:52:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #009999;"><strong>Über passiv-aggressives Verhalten und den Umgang damit</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Hast Du als Führungskraft Mitarbeiter, die immer wieder „ganz echt“ und „echt erstaunt“ reagieren, wenn Du sie nach einer Aufgabe fragst, „oh, das habe ich ganz vergessen!“. Du wartest auf etwas „oh vergessen“. Jemand will Dich anrufen „oh gar nicht dazu gekommen“. Es geht also um Ausreden. Oder ist so Deine Kollegin im Team, das Projektgruppenmitglied oder sogar in der Familie, im Freundes-/Bekanntenkreis oder im Verein?</p>
<p>Menschen vergessen etwas, und Du ärgerst Dich vielleicht kurz oder hast ein ungutes Bauchgefühl, aber schlussendlich kannst Du nicht böse sein. Denn, etwas vergessen, das haben wir doch alle schon, oder? Kommt es wiederholt vor, ja gut, wir haben einfach viel zu tun, vergessen ist ja menschlich. Oder?</p>
<p>Es kann auch darum gehen, dass Du jemandem etwas ausgeliehen hast, vielleicht Geld oder ein Buch – die Rückgabe wird immer wieder vergessen, verzögert, trotz mehrfacher Nachfrage Deinerseits. Oder ein Termin, eine Verabredung, eine Vereinbarung wird wiederholt nicht eingehalten. Das kann auch „einfach nur“ Unzuverlässigkeit sein – oder eben passiv-aggressives Verhalten.</p>
<p>Es gibt, das kennst Du vielleicht, den „ICD10“ – das ist die „Diagnosebibel“ der Psychotherapeuten. Dort gibt es aufgeführt die „Passiv-aggressive (negativistische) Persönlichkeitsstörung“. Halt, Achtung, ich bleibe in diesem Artikel bei Führung und dem normalen Alltag, also im nicht-pathologischen Bereich, wir gehen NICHT von einer Persönlichkeitsstörung und somit einer psychischen Erkrankung aus! </p>
<p>Jedoch das Verhalten dieser Personen, das fand ich hochgradig interessant für den ganz normalen Alltag. Wenn Du Personen kennst, auf die das Verhalten zutrifft, sind sie noch lange nicht psychisch krank, dafür bräuchten sie noch die umfassenden Kriterien einer Persönlichkeitsstörung. Aber es handelt sich zumindest um Menschen mit passiv-aggressivem Verhalten. Das ist wichtig zu wissen, damit Du das einsortieren und entsprechende Maßnahmen ergreifen kannst.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Die Kriterien sind</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>„Verzögerung und Verschleppung bei der Beendigung grundlegender Routineaufgaben, vor allem derjenigen, die Andere fertiggestellt haben wollen</li>
<li>Ungerechtfertigter Protest gegen gerechtfertigte Forderungen Anderer</li>
<li>Trotz, Reizbarkeit oder Streitlust, wenn die Betroffenen gebeten werden, etwas zu tun, was sie nicht wollen</li>
<li>Ungerechtfertigte Kritik an oder Verachtung für Autoritätspersonen</li>
<li>Absichtlich langsame oder schlechte Arbeit an unliebsamen Aufgaben</li>
<li>Behinderung von Bemühungen Anderer, dadurch dass der eigene Anteil an der Arbeit nicht geleistet wird</li>
<li>Vermeidung von Verpflichtungen durch die Behauptung, sie vergessen zu haben“</li>
</ul>
<p>(ICD10 F60.81/B 1.-7.)</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Menschen, die dieses Verhalten zeigen, sind also passiv-aggressiv, eine offene Aggressivität sieht man an ihnen ganz selten. Es sind oft „leisere“ Menschen, wirken „nett“ und „normal“, oft weiß man auch, dass sie es nicht so ganz leicht haben, sie sind oft nicht wirklich frei und unbeschwert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Ursachen</strong></span></p>
<p><span style="color: #009999;"><strong></strong></span></p>
<p>Die Ursachen sind vielfältig. In der Regel bestanden in der Kindheit massive gefühlte und echte Konflikte mit Autoritätspersonen, den Eltern, älteren Geschwistern, denen man sich ohnmächtig ausgeliefert fühlte, häufig Dinge machen musste, die einem nicht gefielen und einem das massiv gegen den Strich ging. Man lernte, wie man den Strafen entkommen konnte, nämlich durch passives Verhalten, durch Ausreden, durch sich selbst „unschuldig“ darstellend, „ganz aus Versehen“, dabei war es volle Absicht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diese Konflikte gingen massiv auf den Selbstwert, aufs Ego, und wurden verdrängt und nicht gelöst. Den Betroffenen ist oft ihr Verhalten selbst nicht bewusst. Da das Verhalten auch Andere sabotiert und belastet, ist das Gefühl „Wut“ mit dabei, und oft auch ein „Rachegedanke“. Das mal in Kürze, man muss natürlich jeweils im Einzelfall genau hinschauen, und die individuell zutreffenden Ursachen finden. Auch hier, wie bei jedem „schwierigen“ Verhalten, ist die Wurzel ein großer Schmerz und daher absolut empathiewürdig.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Wirkung</strong></span></p>
<p><span style="color: #009999;"><strong></strong></span></p>
<p>Die Strafe bleibt aus. Man bleibt im gewohnten Verhaltensmuster, bei der Strategie, die sich einst bewährt hatte und genießt dadurch im Stillen, oft unbewusst, die Macht, die man über Andere ausübt, genießt den Schaden, den sie empfinden, als bittere Genugtuung „mir ging es so, so geht es Dir nicht besser“ und „dadurch, dass es Dir gerade schlecht geht, geht es mir besser“.</p>
<p>Bei den Adressaten löst das Verhalten Irritation aus, ein schwer zu greifendes Gefühl, wenn es sich wiederholt, Ärger, Wut und ausgeliefert Sein, bei gleichzeitig gefühlten inneren Konflikten, weil man Verständnis aufbringen möchte für normal-menschliches Verhalten. In der Mitarbeiterführung sind das die Mitarbeiter, die ihre Vorgesetzten beschäftigen. Sie ziehen Aufwand, sie kosten Kraft. In dem Moment, in dem man selbst aggressiv reagiert (selbst wenn man „nur“ so empfindet und dies dem Anderen nicht zeigt), hat man an das Spiel angebissen und agiert aus, was eigentlich zum Anderen gehört. Der Andere schaut zu, wie Du Dich ärgerst, und damit seine Gefühle zeigst. Man wurde also zum emotionalen Gehilfen, emotional benutzt. Der Vorgang ist mit höchster Wahrscheinlichkeit unbewusst und keine böse Absicht. Die Energie jedoch fließt Dir ab.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Umgang</strong></span></p>
<p><strong></strong></p>
<p><em><strong>Umgang bei sich selbst</strong></em></p>
<p><strong></strong></p>
<p>Wenn man so ein Verhalten je selbst an sich bemerkt, empfehle ich professionelle Hilfe. Das lohnt sich. Die Wahrscheinlichkeit dafür ist eher gering, es sei denn, man erhält durch sein Verhalten massiven Gegenwind, was aber eher selten ist. So hatte ich noch nie jemanden im Coaching mit passiv-aggressivem Verhalten und dem Wunsch, dieses anzugehen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Umgang als Vorgesetzter</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>GENAU hinschauen und hinspüren. Hat ein Mitarbeiter wirklich etwas vergessen, oder hat es Strategie. Handelt es sich um ein echtes Versehen, das dem Mitarbeiter leidtut, oder um ein gespieltes Versehen.</li>
<li>Mache Dir bewusst, dass Du in einen Autoritäts- und Machtkonflikt geraten bist. Hinterfrage Dich hier selbstkritisch, oft hat es mit dem eigenen Resonanzfeld zu tun. In dem Fall löse etwaige eigene Themen auf. Unterscheide jedoch klar Deinen Anteil von dem des Anderen. Es kann auch ausschließlich mit dem Anderen zu tun haben, insbesondere im beruflichen Bereich.</li>
<li>Handle aus dem Erwachsenen-Ich sachlich und rational, benenne klar den Sachverhalt, lass Dich nicht beirren „ja, jeder vergisst mal etwas, und gleichzeitig ist es wichtig dass…..bitte beim nächsten Mal einhalten“ und das Committment abholen „kann ich mich auf Sie verlassen“ und bleibe konsequent, d.h. lasse das Verhalten nicht mehr durchgehen.</li>
<li>Achte darauf, dass Du nicht in „Autoritätsmodus“ verfällst, Dich also nicht durch das kindliche Verhalten des Anderen ins kritische Eltern-Ich drücken lässt, sondern erwachsen-rational und emotional neutral bleibst. So merkt das Gegenüber, dass es bei Dir mit seinem Verhalten nichts ausrichten kann und wird sich einen anderen Spielpartner suchen. Wenn der Mitarbeiter durch sein Verhalten großen Schaden anrichtet, auch im Team, ist sogar eine Abmahnung oder Versetzung/Freisetzung eine Option. Klingt hart? Ja einerseits, andererseits wahrt es die Interessen des Teams, der Führungskraft und der Aufgaben, die gemeinsam im Team erledigt werden müssen.</li>
<li>Bis dahin ist jedoch ein Weg, an erster Stelle steht immer das Gespräch. Im Normalfall empfehle ich, wenn es sich um ein psychologisches Spiel handelt, dieses aufzudecken. In dem Fall wirst Du aber auf eine große Abwehrmauer stoßen. Lass Dich nicht vom Leugnen beirren, wenn Du das Verhalten genau und treffsicher beobachtet und analysiert hast. Zieh Dir nicht immer wieder aufs Neue falsche Schuhe an. In dem Gespräch wird das Verhalten benannt, zum Reflektieren angeregt, das gelingt oft sehr gut über Fragen „was glauben Sie, was Ihr Verhalten bewirkt“. Nach Erkenntnis und dem Wunsch nach Besserung werden gemeinsam praktikable Lösungen vereinbart. Wenn es sich um einen im Grunde aufgeschlossenen Menschen handelt, wirst Du damit besten Erfolg haben!</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Umgang im Privatbereich</strong></em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wie oben beim Vorgesetzten auch, mit dem einen Unterschied, dass es privat meist andere Themen sind, und auch keine arbeitsrechtlichen Konsequenzen möglich. Also, hinschauen und hinspüren. Das Verhalten genau analysieren, bei sich, beim Anderen. Das Gespräch suchen, klare Konsequenzen ziehen, bis hin zum Rückzug aus dem Kontakt, wenn keine Einsicht da ist geschweige denn eine Veränderung im Verhalten. Beim Anderen belassen, was zu ihm gehört.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Fazit</strong></span></p>
<p>Auch bei diesem Verhalten handelt es sich, wie eingangs erwähnt, um ein Verhalten, das schwierige Gefühle wie innere Schmerzen und Selbstwertverletzungen als Ursache hat. Es hat somit Empathie verdient. Dennoch ist Ausgewogenheit erst dann gegeben, wenn auch Empathie für dessen Adressaten gelebt wird. Jeder Mensch möge Verantwortung für seine Gefühle übernehmen, und Du brauchst nicht auszubaden, was jemand Anderes fühlt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>© Regina Hochmuth</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Die beiden Königssöhne Herzus und Verstandus &#8211; Ein modernes Märchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Hochmuth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Apr 2021 10:50:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Es war einmal ein fernes Land, in dem die Granatäpfel wuchsen. Dort regierte ein Königsehepaar. Sie lebten in einem wunderbaren Schloss, waren umgeben von einem wunderschönen Garten. Jeden Tag bemühten sich die Diener, der Königin eine herausragende Gaumenfreude zu bereiten. Die Tafel bog sich täglich unter den Köstlichkeiten. Der König war jedoch nur selten da, er war beschäftigt, die großen Ländereien zusammen zu halten. Und die Königin war unglücklich. Warum, das verstand sie selbst nicht so recht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es begab sich, dass sie schwanger wurde, und zwei properen Jungen das Leben schenkte. Es waren zweieiige Zwillinge, und sie sahen schon so ganz frisch geboren, völlig unterschiedlich aus. Sie nannte den einen Jungen, den mit den blonden Haaren und den blauen Augen, Verstandus, während sie den Anderen, den mit den dunklen Haaren und dunklen Augen Herzus nannte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>Verstandus über Herzus</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie liebte beide Söhne aus ganzem Herzen, merkte aber, wie viel einfacher zu händeln für sie Verstandus war. Als Baby war er meistens ruhig. Er schrie selten. Als er dann größer wurde, und ermahnt würde, er dürfe dieses oder jenes nicht machen, sah er es ein, muckte nicht dagegen auf. Noch größer geworden, war er immer so nüchtern, so klug, er lernte so gut in der Schule, und berichtete so interessante Dinge! Er war wie ein kleiner Erwachsener und bereitete ihr keinen Kummer. Und die spannenden Themen bereicherten sie. Es wäre doch dumm, würde man sich nicht für moderne Wissenschaft interessieren, oder?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herzus hingegen, als Baby lachte und weinte er, und sie verstand oft gar nicht recht, was los war. Sie wusste nicht damit umzugehen. Als er größer wurde, muckte er auf, er schrie, er tobte, und dann verlor er sich wieder im Garten, genoss das Spiel mit den Hunden, während er doch eigentlich bei den Hausaufgaben sein sollte. Das war sehr anstrengend für sie, weil sie ihn immer einfangen musste, was er überhaupt nicht einsah. Noch größer geworden, wurde es noch schlimmer, er machte gerade, wonach ihm war, was natürlich nicht dem entsprach, was sie und Verstandus gerade vorhatten. Schule war ihm ein Gräuel.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So ergab es sich doch tatsächlich, dass die Königin sich eines Tages eingestehen musste, wie viel lieber ihr Verstandus war, und wie nervig hingegen Herzus. Das tat ihr natürlich schon weh. Sie bekam Mitgefühl für Herzus, fühlte sich als schlechte Mutter. Denn, sollte man nicht beide Kinder gleich lieben?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>Der Rat der Hofnärrin</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Königin suchte Rat. Auf ihrem Schloss lebte eine Hofnärrin. Weise, klug, humorvoll. Und stets pointiert die Wahrheit auch benennend. An sie wandte sie sich.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Hofnärrin, mir geht Herzus so an die Substanz! Er ist SO anstrengend! Verstandus ist viel einfacher im Umgang. Bei Herzus bin ich so hilflos, ich weiß gar nicht, was er will. Verstandus, das ist so bequem. Und davon abgesehen, hat er manchmal wirklich sehr sehr gute Ideen, auf die ich selbst nicht gekommen wäre, während Herzus unberechenbar ist.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Hofnärrin hatte sich sehr intensiv mit anderen Hofnarren und -närrinnen ausgetauscht, es gab richtige Narrenkreise, wo man sich weiterbilden konnte. Sie lernten moderne Spiritualität, die hermetischen Gesetze, das Gesetz der Resonanz, und lernten über das Ego. Sie lernten, dass das Ego der größte Feind sei. Denn das Ego denke, das Ego, der Verstand würde nur Mist denken, einen vom wahren Leben abhalten, und allein die Gefühle seien das Wahre.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit diesem klugen Wissen gewappnet, antwortete die Hofnärrin:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Verehrte Königin. Erlauben Sie mir, Sie darauf hinzuweisen, dass Ihr Sohn Herzus die wahren Qualitäten des Lebens lebt, während Ihr Sohn Verstandus einfach in Wahrheit das Leben behindert.“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>Das Leben mit dem klugen Rat der Hofnärrin</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Königin bedankte sich für die weisen Worte und begann sie zu beherzigen, gegen ihre innere Überzeugung, aber sie glaubte, dass die Hofnärrin natürlich Recht habe. Wie könne es auch anders sein, bei solch einer weisen Frau.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Also verbannte sie Verstandus von der Mittagstafel, und erzählte ihrem Sohn Herzus von den Angelegenheiten, die ihr so durch den Kopf gingen. Der Junge war gelangweilt, aber die Königin erinnerte sich immer wieder mantraähnlich an die Worte der Närrin – „Herzus lebt die wahren Qualitäten – Verstandus behindert sie“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sie ließ Verstandus fortan links liegen. Der wurde immer unglücklicher, Herzus sowieso. Denn er hatte sich noch nie gesehen und geliebt gefühlt, und nun musste er so viel Zeit mit seiner Mutter verbringen, und sie redete so komische Sachen, mit denen er nichts anfangen konnte.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Königin hingegen bemerkte, dass die klugen Ideen von Verstandus ihr Leben sehr bereichert hatten. Darüber ging sie hinweg und wiederholte ihr Mantra „Herzus lebt die wahren Qualitäten – Verstandus behindert sie“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So zog der Winter übers Land, und inzwischen waren alle 3 unglücklich. An die Hofnärrin brauchte sie sich nicht zu wenden, das war ihr klar, denn sie wiederholte ständig bei jeder Gelegenheit die Geschichte vom bösen Ego, vom Verstand, der das wahre Leben behindere. Und dass die einzige Wahrheit im Herzen, im Gefühl sei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es wurde dunkel, es wurde kalt. Und an Weihnachten saß die ganze Familie schweigend nebeneinander. Herzus, der sich noch nie geliebt gefühlt hatte, Verstandus, der nun auch nichts mehr galt, die Königin, die überhaupt nicht mehr wusste, was sie tun sollte und der König, der dieses Trauerspiel betrachtete. Er verfiel dann eben auch in Schweigen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>So zogen sich die dunklen Tage hin, es war keine Freude mehr im Schloss, außer bei der Hofnärrin. Sie sang übers Ego und das Herz. Irgendwie schwebte sie in ihren eigenen Sphären.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>Der Frühling zieht ins Lande&#8230;</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Tage wurden wieder heller, und man konnte wieder nach draußen. Die ersten Sonnenstrahlen kitzelten die Pflanzen, die ihre Köpfe aus der Erde streckten, die Vögel wurden quicklebendig, erste Bienen flogen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Diesem Zauber konnte sich Herzus nicht entziehen, und er war meistens irgendwo allein im Garten zu finden, wo er andächtig den Vögeln lauschte, glücklich an den Blumen roch, und mit der Schlosskatze spielte, sie kraulte, mit ihr tobte. An einem besonders schönen Tag gluckste unaufhaltsam wieder ein Lachen aus ihm heraus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Genau in dem Moment war die Königin auf der Suche nach ihrem Sohn, sie wollte ihn zum Abendessen holen. Sie hielt mit etwas Abstand zu ihm stande pedes auf dem Absatz inne, als sie ihn erblickte, irgendetwas in ihr bremste ihren Schritt. So konnte er sie nicht sehen, und sie blieb einfach stehen, beobachtete ihren Sohn. Erstmals. Sie sah, wie glücklich er war, wie er im Moment aufging.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Und in dem Moment geschah etwas Seltsames: Ihr wurde so komisch ums Herz. Sie dachte, es sei die Herzkrankheit und sie müsse sofort einen Medicus holen. Wie angewurzelt konnte sie aber nicht wegrennen, sie sah weiter ihrem Sohn zu, und so konnte sie bemerken – es war Wärme! Ihr Herz wurde warm! Es weitete sich, und sie fühlte Licht und so etwas wie eine plötzliche Leichtigkeit. Das war schön!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nachdenklich ließ sie ihn da weiter sitzen. Das Abendessen war ihr in dem Moment egal. Und mit leichtem Herzen ging sie zurück ins Schloss. Sie dachte, dann esse ich heute eben mal alleine. Auf dem Weg zur Küche kam sie an der Bibliothek vorbei. Dort sah sie ihren Sohn Verstandus. Hochkonzentriert, mit roten Bäckchen, studierte er ein Buch, er schrieb, er grübelte. Sie platze vor Neugier, was er da ausheckte, womit er sich beschäftigte. Als er genug hatte, hüpfte er davon, er war noch mit einem Freund verabredet. Die Königin hatte sich das Buch gemerkt, an dem er studierte, indem sie sich die leere Stelle im Regal gemerkt hatte. Sie ging neugierig in die Bibliothek. Griff nach dem Buch. Es hieß „Hofgärten und ihre ideale Pflege“. Sie schlug es auf, und verstand nichts. Dass ihr Sohn so etwas verstand? Unglaublich. Sie hätte sich gerne mit ihm ausgetauscht, hätte es gerne verstanden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Weitere Tage gingen ins Land.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>&#8230; die Moral von der Geschicht<br /></strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Irgendetwas hatte sich verändert. Und die Königin merkte, wie sehr ihr beide Söhne fehlten, und wie wichtig ihr beide Söhne waren, wie sehr sie sie beide liebte. Als sie eines Morgens mal wieder schweigend am Frühstückstisch saßen, fragte sie die beiden „Ihr Lieben“ (hier stutzten beide Söhne schon einmal). „Ihr Lieben“, wiederholte sie. „Wir haben viel zu lange nichts mehr gemeinsam unternommen. Wie wäre es, wir unternehmen gemeinsam mal wieder etwas? Heute Mittag?“. Die Jungs schauten sich an. „Warum nicht“, meinte Verstandus. „Oh ja, ich hätte Lust auf die blühenden Gärten Schlaraffias!“ meinte Herzus.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Gesagt, getan. In den Gärten Schlaraffias, sprang Herzus fröhlich von einem Baum zum anderen, er roch, er genoss, er betrachtete die Schönheit, und hörte nicht auf, sie anzupreisen. Beide, sowohl die Mutter, als auch sein Bruder, wurden angesteckt, lächelten verzückt, und schauten ihm zu. Ihre Herzen wurden weit, weich und warm. Ganz leicht fühlte es sich an.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Als Herzus müde war, breitete die Königin eine Picknickdecke aus. Sie öffnete den Korb, der voller feiner Leckereien war. Die drei setzten sich hin. Sie aßen, sie schwiegen friedlich und erfüllt. Da begann Verstandus zu sprechen. Er erzählte von Gärten, wie man sie anlegte, wie sie zu pflegen seien, und wo man am Besten die jeweiligen Pflanzen hinsetzte, damit sie die bestmöglichen Wachstumsbedingungen hatten. Herzus und die Königin hörten zu, es war so spannend! Verstandus sah, dass er auf Interesse stieß, und nun packte er die Details aus. Die beiden Anderen saßen mit offener Kinnlade da. An so etwas hätten sie im Leben nicht gedacht. Das war so interessant!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Tag ging glücklich zu Ende, und die Mutter durfte sogar ihre beiden Jungs, die inzwischen mitten in der späten Pubertät waren, in den Arm nehmen. Wie jede Mutter weiß, das ist die höchste Auszeichnung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Am nächsten Morgen beim Frühstück war die Stimmung gelöst. Es wurde gelacht, die Sonne schien, Herzus rückte auf seinem Stuhl hin und her, weil er keine Lust auf Schule hatte. Verstandus kannte seinen Bruder ja sehr gut, und er riet ihm „komm, Augen zu und durch, mach Deine Hausaufgaben gleich in der Schule, und dann hast Du nachher mehr Zeit!“. Herzus staunte. So konnte man es auch handhaben? Er erkannte, ja, das erleichtert mein Leben! Es erhöht meine Freizeit! Juhu!</p>
<p>In seiner Euphorie fragte er Verstandus, ob er mittags mit raus käme in den Garten, um dort zu lernen. Verstandus staunte. So konnte man es handhaben? Er erkannte, ja! Wie schön! So kann ich ganz angenehm das herrliche Wetter genießen und dabei lernen! Gesagt, getan.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Beide Söhne hatten einen wunderbaren Tag, saßen abends lebendig plappernd bei Tisch, ein Wort ergab das Andere, eine herrliche, quicklebendige Symphonie. Die Königin lauschte voller Glück, und sie genoss. Sie genoss aus ganzer Seele die so wohltuende Verbindung und war aus ganzem Herzen dankbar für ihre beiden Söhne. Für beide gleichermaßen. Jeder genauso, wie er ist.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Die Hofnärrin schickten sie auf die nächste Fortbildung, wo diese eine Stellenanzeige in einem anderen Schloss sah, sich bewarb und genommen wurde.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der König meinte, nun, da es Euch Dreien hier ja so gut geht, braucht ihr ja gar keine neue Hofnärrin. Wie wäre es, wir fahren für das gesparte Geld mit unserer Kutsche in Urlaub? Gesagt, getan. So lebte die Familie im Glück, die Söhne heirateten, zogen aus, gründeten eigene glückliche Familien.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #009999;"><strong>Und wenn sie nicht gestorben sind, so leben sie noch heute.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Wie Du unfaire Rhetorik erkennen kannst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Hochmuth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Oct 2020 12:26:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kommunikation]]></category>
		<category><![CDATA[Miteinander]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Kennst Du das Gefühl, dass Du Dich mit jemandem „unterhalten“ hast, Ihr habt diskutiert, und es fühlte sich irgendwann an, wie wenn Dir das Wort im Mund rumgedreht worden wäre? Oder Du fühltest Dich wie ein begossener Pudel im Regen stehend? Im kommunikativen Patt, Deine Argumente und Bedürfnisse nicht gehört/respektiert und Dir on top klargemacht, dass Du „selbst schuld“ oder „irgendwie falsch“ liegst/bist?</p>
<p>In diesem Artikel werde ich mich der Kampfrhetorik annehmen. Hier liest Du über unfaire und gleichzeitig manipulative Rhetorikstrategien. Vielleicht kommt Dir die eine oder andere bekannt vor? Als Empfänger solcher Rhetorik bleibt im besten Fall ein schales Gefühl, dass „etwas nicht stimmt“, oft tut es einfach nur weh, man fühlt sich nicht verstanden, nicht gesehen, abgewertet, verletzt. Feinfühlige Menschen fangen dann an, den Schmerz zu verarbeiten, sich zu fragen, &#8222;was könnte ich noch besser machen&#8220;, &#8222;was war an mir nicht ideal&#8220;, &#8222;womit habe ich das angezogen&#8220;. Sie besuchen Seminare, Coachings und reflektieren. Das ist zwar gut, doch aus meiner Sicht ist es nicht immer angezeigt, bei sich selbst den Fehler zu suchen.</p>
<blockquote>
<p><em><strong><span style="color: #009999;">Manchmal geht es um klare Grenzen der Empathie.</span></strong></em></p>
</blockquote>
<p>Mir geht es daher um erstens Bewusstmachung und als Folge zweitens raus aus der Opferrolle hin zu einem starken selbstbewussten Ich. Erkennen ist hierfür der erste Schritt.</p>
<p>Diese Art von Rhetorik, auf die ich hier eingehen werde, ist weit verbreitet. Ja, sie wird sogar insbesondere Führungskräften gezielt geschult. Ich selbst trainiere einen fairen empathischen Kommunikationsstil auf Augenhöhe, und ernte damit Kommentare von Teilnehmern (egal in welcher Hierarchiestufe, denn irgendeinen Chef „über“ sich haben alle meine Teilnehmer) „DAS sollten Sie mal meinem Chef sagen!!“. Ah ja, und Aufträge in entsprechend hierarchischer Höhe nehme ich gar nicht an, weil man das da so lehren muss (darauf komme ich später nochmal zurück), um den Auftrag zu erhalten. Führungskräfte lernen oft ganz bewusst aus eigenen Stücken solche Techniken, um im Haifischbecken überleben zu können.</p>
<p>Obwohl ich also nie in den Seminaren auf Kampfrhetorik eingegangen war, war es jetzt an der Zeit, mich mit dieser Art der Rhetorik auseinander zu setzen. Beim Einlesen in die Materie wurde mir zum Teil schlecht. Beim Nachreflektieren, wie oft ich sie schon selbst oder über Teilnehmer erlebt habe, auch. Genug der Vorrede. Nur noch eins, bitte achte „nebenher“ beim Lesen auf die Wortwahl. Du findest Worte wie „gegnerisch“, „Manöver“, usw. Letzte Warnung, Achtung, das ist nichts für zarte Gemüter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #009999;">Tu Quoque</span></strong></p>
<p>„Tu quoque“ kommt aus dem Lateinischen und heißt sinngemäß „Du auch“. Es handelt sich um ein Ablenkungsmanöver, und zwar eines, das die Kritik und die Verantwortung direkt zum Absender zurückgibt. Egal, ob er Recht hat, oder nicht, Hauptsache weg von mir. Wie ein Tennisball, den Du zurückklatschst. Daher nennen ich das auch die „Tennis-Technik“. Ein klassisches Ablenkungsmanöver auf Kritik wäre zum Beispiel „ich bin stinksauer, weil Du schon wieder auf meinem Parkplatz stehst“ – „Ah, hast Du eigentlich getankt, der Tank war doch gestern leer?“ Ein Ablenkungsmanöver kann auch eine gezielte Falschinformation sein, mit der man jemanden auf eine falsche Spur schickt. Tu quoque als Ablenkungsmanöver spricht nicht über ein anderes Thema, sondern wirft den Ball zurück.</p>
<p>Das Schema bei „tu quoque“ geht so, dass die „gegnerische (!) Person“ 1. dem Anderen abspricht, dass sie die Kritik überhaupt behaupten darf, weil sie das oder ein ähnliches Verhalten entweder selbst hat, oder bei Anderen durchgehen lässt (z.B. „Frau Maier räumt auch ihren Schreibtisch abends nicht auf und da sagen Sie nichts“) und 2. als Folge von eins wird geschlossen, dass die Behauptung FALSCH sei, beziehungsweise dass der Andere sie zurücknehmen oder gar sich entschuldigen müsse. Diese Schlussfolgerung ist jedoch ein logischer Fehler: nur weil Du was machst, was ich auch mache, heißt das noch lange nicht, dass ich es bei Dir nicht bemerken darf. Dieser Fehlschluss untergräbt die sogenannte „moralische Autorität“, das ist die Berechtigung, eine Äußerung geben zu dürfen. Sinngemäß „jemand wie Du, der das selbst tut, darf mich nicht dafür kritisieren“.</p>
<p><strong>Beispiele: </strong></p>
<ul>
<li>„Mensch, mich stört so diese Unordnung hier, es sieht sowas von chaotisch aus!“ – „Du bist doch selbst der größte Chaot!“</li>
<li>„Du hast Dich verspätet“ – „Ja, Du etwa nie??“.</li>
<li>„Ich vermisse bei uns die Nähe“ – „DU bist es doch, die sich distanziert hat“ [Subtext: ich kann nichts dafür, ein Eigenanteil meinerseits existiert nicht].</li>
<li>Paarszene: „Du kümmerst dich gar nicht um unsere Beziehung“ – er: „Warum sollte ICH etwas für die Beziehung tun, DICH stört es doch?“ (leichte Abwandlung eines klassischen tu quoque, hier macht der Andere nicht das gleiche Verhalten, aber der Ball wird zurückgespielt und der Sender steht im Regen)</li>
</ul>
<p>Hier mal eine Situation von uns, die ein „tu quoque“ hätte ergeben können: mein Mann fährt für mich gefühlt im Liegen Auto, und ich muss, um etwas Sicht zu haben, den Sitz in seinem Auto ordentlich verstellen (dazu hört er auch einen anderen Radiosender als ich, der wird also auch verstellt….). Was für ihn zwar OK ist, aber er bittet, ich möge es halt wieder so hinstellen, wie er es hatte. Dann neulich: Ich war wieder gefahren. Zurückstellen vergessen. Er bat erneut. Im „tu quoque“ – Modus hätte ich zu ihm gesagt (vermischt mit einer Prise Geringschätzung) „Jetzt hab Dich doch nicht so, das hab ich halt vergessen, Du vergisst auch mal was“ (pfeifend umdrehen und gehen). Fies oder? Kam so nicht vor bei uns, aber vergessen hatte ich es tatsächlich auch da wieder. Karma bringt Dir in dem Fall eine Tochter, die den Sitz an Deinem Auto so verstellt, dass Du gefühlt hinter dem Lenkrad quetschst und Dir die Knie anschlägst, das nur am Rande <img decoding="async" src="https://reginahochmuth.de/wp-content/themes/Divi/includes/builder/frontend-builder/assets/vendors/plugins/emoticons/img/smiley-embarassed.gif" alt="embarassed" /></p>
<p><strong>„Kehre erst einmal vor Deiner eigenen Türe“ </strong></p>
<p>Die Technik wird eigentlich empfohlen, um unberechtigte Kritik abzuwehren, und im juristischen Sektor sowie auf Führungsebene gezielt angewandt. Im positiven Sinne zeigt sie Doppelmoral und mangelnde Integrität des Vorwerfenden an, denn, natürlich sollte man als gutes Vorbild voran gehen! Da Empathie leider noch nicht bei allen Menschen gut funktioniert, und ein sich zu Herzen nehmen von allem auch nicht, kann diese Technik also durchaus auch einmal helfen. Immerhin schützt sie, wenn jemand Anderes unfair ist. Ich möchte an dieser Stelle (und das gilt auch für die anderen Techniken) zu Bedenken geben: in welcher Beziehung stehst Du zu jemandem, der Dir gegenüber so eine Technik anwendet, und warum bist Du in diesem Kontakt? Und, gäbe es eine andere Art und Weise, wie man ebenfalls &#8222;erwachsen&#8220; reagieren kann, ohne auf das gleiche Niveau zu gehen, wie der Andere? Zum Beispiel „Mir fällt es sehr schwer, von Dir zu hören, dass ich chaotisch sei, weil Du selbst sehr chaotisch bist“. Nur weil das Gegenüber unfair ist, muss ich es nicht auch sein.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Whataboutism</strong></span></p>
<p>Ganz ähnlich wie „tu quoque“ ist der Whataboutism. Kommt aus dem Englischen „what about?“. „Du hast die Zahnpastatube aufgelassen“ – „Und Du hast den Müll nicht rausgebracht“</p>
<p>Whataboutism ist eine Manipulationstechnik, ein unfaires rhetorisches Stilmittel, und ein Ablenkungsmanöver. Die Technik wird gerne dazu benutzt, eigene Kritik loszuwerden, ohne auf die Kritik/Aussage des Anderen einzugehen oder um Kritik abzuwehren. Man erreicht das, indem man auf ähnliches oder anderes (echtes oder erlogenes) Fehlverhalten des Anderen hinweist.</p>
<p><strong>Beispiele:</strong></p>
<ul>
<li>Szene im Kindergarten: „Maik hat meine Schaufel kaputt gemacht“ – „Und Lisa hat meinen Eimer ins Gebüsch geschmissen!“.</li>
<li>Aus dem schicken Paarleben „Du bist so viel abends unterwegs“ – „[schweigen, Kinn geht kurz hoch als Zeichen „ich habe Dich gehört“] Wie sieht es eigentlich mit den Einkäufen aus, die hast Du wieder nicht erledigt, oder?“ oder „[emotionsloses]sorry… und wie sieht es eigentlich mit den Einkäufen aus, hast Du mir dieses Mal Feta mitgebracht oder wieder vergessen?“.</li>
<li>„Ich wünsche mir, dass wir mal wieder ausgehen“ – „Immer passt Dir was nicht, Du bist einfach immer unzufrieden“.</li>
<li>„Sie sollten mit Ihrer Arbeit diesen Monat aufs Laufende kommen, lassen Sie uns da mal drüber sprechen“ – „Sie kümmern sich doch sonst um gar nichts, außerdem ist das echt ein Sauladen hier“ (Anm.: dieser Dialog findet meistens nur „gedacht“ statt…. Der Mitarbeiter in der wird schweigend tun, was der Chef will, aber innerlich sabotieren und dies an anderer Stelle zeigen).</li>
<li>„Du bist zu spät“ – „Jaja, was macht eigentlich die Steuererklärung?“</li>
</ul>
<p>Also quasi „Du hast selbst Dreck am Stecken, was willst Du von mir! Also hast Du keine Berechtigung, was zu sagen!“</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Argumentum ad hominem</strong></span></p>
<p>Lateinisch, sinngemäß „Beweisführung in Bezug auf Menschen“.</p>
<p>Schema:<br /> Anton behauptet, dass X.<br /> Berta sagt, Anton sei dumm/inkompetent/etc.<br /> Folglich sei X falsch.</p>
<blockquote>
<p><span style="color: #009999;"><em><strong>Ein Argument von jemandem wird versucht zu entkräften, indem man ihn auf persönliche Art angreift.</strong></em></span></p>
</blockquote>
<p>Das gibt es gerade in unserer Gesellschaft zuhauf, und ich wähle bewusst bis auf eines keine weiteren politischen Beispiele.</p>
<p><strong>Beispiele:</strong></p>
<ul>
<li>„Papa, ich finde es besser, wenn Du das so oder so machen würdest“ – „Werde Du erst mal groß und stehe Deinen Mann, so unerfahren und grün-hinterm-Ohr Du gerade noch bist, dann reden wir weiter“.</li>
<li>Neuer Mitarbeiter macht einen Verbesserungsvorschlag. Anderer Mitarbeiter zum Chef „der hat ja wohl keine Ahnung von unseren Abläufen, so kurz, wie der da ist, also ich bin für….“</li>
<li>„Da hast Du Dich eben ja völlig im Ton vergriffen, und sowas wie Du will Kommunikationstrainerin sein? Von Dir nehme ich daher logischerweise keine Tipps zur Kommunikationsverbesserung an.“</li>
<li>„Der war eben am Telefon ganz unfreundlich zum Kunden, der hat auf dem Seminar nichts gelernt, das, was er uns da erzählt hat, kann man also vergessen“</li>
<li>„Telegram, das ist der Kanal, auf den die ganzen Verschwörungstheoretiker sich tummeln“ (dabei ist Telegram einfach nur eine weitere Plattform, und diese Aussage kommt von denen, die auf anderen Kanälen Zensur vornehmen, die sie leugnen – vgl. Gaslighting).</li>
</ul>
<p>Es handelt sich um eine bewusste Strategie, die den Anderen in Misskredit bringen soll, seine Position schwächen, sein Ansehen untergraben – um ihn mundtot zu machen, aus dem Weg zu räumen und eine Diskussion auf Augenhöhe zu verhindern. So hat man Macht, und verfolgt seine eigenen Ziele.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Gaslighting</strong></span></p>
<p>Ganz kurz zum Schluss noch ein sehr populär gewordener Begriff, eine Technik, die von Menschen mit narzisstischen Tendenzen angewandt wird. Hierüber gibt es genug Artikel, ich möchte nur auf einen mir wichtigen Punkt hier heraus:</p>
<p>Gaslighting sind „kommunikative Nebelbomben“ und Verdrehungen mit dem (unbewussten) Ziel, den Anderen zu verwirren und/oder ihm seine Wahrnehmung abzusprechen. So wird Macht erzeugt, und der Andere fühlt sich nach und nach machtlos und im Selbstwert immer kleiner werdend. Gaslighting kann auch unbewusst gemacht werden.</p>
<p><strong>Beispiele: </strong></p>
<ul>
<li>„das stimmt doch gar nicht, was Du hier sagst“</li>
<li>„Du übertreibst völlig“, „Du bist ja total negativ“ (das allein ist noch kein Gaslighting, erst dann, wenn die Grundhaltung darunter liegt, dass einem vermittelt wird, das, was man empfinde sei falsch)</li>
<li>„das bildest Du Dir nur ein“.</li>
<li>„bloß weil ich X gesagt/gemacht [völlige Verharmlosung des eigenen Verhaltens] habe, tickst Du hier so aus?“</li>
<li>„Dich stört dies? Dann musst Du es anders sagen, so dass man es auch annehmen kann, so kann das ja nicht funktionieren. Was, das tut Dir jetzt weh? Ja, das kannst Du wohl nicht vertragen, dass man sich über Dich ärgert, aber wer so austeilt, wie Du, muss auch einstecken können“</li>
</ul>
<p>Solche Bemerkungen erhalten besonders häufig sehr sensitive Menschen, die mehr wahrnehmen können als Andere. Wer dann auch noch sehr harmoniebedürftig ist, glaubt gerne eher dem Anderen als sich selbst. Sie verlieren so über kurz oder lang das Vertrauen in ihre eigene Wahrnehmung und somit in sich selbst. Sie fragen sich, ob der Andere nicht Recht habe, und sie einfach überzogen reagiert hätten.</p>
<p>Und hier der Punkt, den ich besonders wichtig finde: Falls Du Gaslighting kennst, trainiere es, Dich auf Deine eigene Wahrnehmung zu verlassen. Denn, nur weil jemand sagt „das stimmt nicht“, heißt es noch lange nicht, dass es stimmt, wenn er sagt, dass es nicht stimmt 😊</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Gemeinsamkeiten der Techniken</strong></span></p>
<p>Bei allen handelt es sich um <span>Verzerrungen, um falsche Ursache-Wirkungs-Verknüpfungen und um logische Fehler gepaart mit feh</span>lender Empathie und Abwertung.</p>
<p>Die Techniken sind alle recht ähnlich, ich finde, man muss sie gar nicht immer en Detail unterscheiden können. Viel wichtiger finde ich, dass man das Schema dahinter und den Subtext erkennt, der immer heißt „ich will/kann mich weder mit Dir, noch Deinen Gefühlen, noch Deinen Bedürfnissen auseinandersetzen“, manchmal auch vermischt mit „ich fühle mich durch Dich angegriffen und kann nicht besser damit umgehen“. Vielleicht auch „ich habe keine Lust, mich mit mir selbst auseinanderzusetzen“. Sie hinterlassen ein schales Gefühl von „da stimmt was nicht“, „es ist völlig verdreht, aber ich weiß nicht genau was und wie“.</p>
<p>Unfaire Kommunikationstechniken haben schlussendlich die Gemeinsamkeit, dass man am Anderen kein ehrliches Interesse hat, man möchte sich mit der Kritik/Meinung/Aussagen nicht auseinandersetzen und hat gleichzeitig eine abfällige Haltung. Woher ich diese Behauptung nehme? Wenn man keine abfällige Grundhaltung dem Anderen gegenüber hätte, könnte man bei Vorwürfen oder (konstruktiver) Kritik ganz anders reagieren, und man würde nicht abwerten.</p>
<p>Wohlbemerkt, die Techniken werden angewandt, auch wenn Du noch so gut kommunizierst.</p>
<p>Beim Schreiben wurde mir richtig klamm, und wenn Du bis hierher gelesen hast, kann ich mir gut vorstellen, dass es Dir ähnlich geht. Zu fies sind diese Techniken, und mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit hast Du sie das eine oder andere Mal selbst auch erfahren müssen. Dennoch war mir das Schreiben wichtig, so etwas gehört ans Tageslicht.</p>
<p>Zum Schluss noch ein paar Tipps zum Umgang mit unfairer Rhetorik dieser Art.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Was tun, wie damit umgehen?</strong></span></p>
<p><span style="color: #009999;"><strong></strong></span></p>
<p><strong>1. NICHT reagieren</strong></p>
<p>Wenn Du im Gefühl bist, ist es sinnfrei, zu reagieren. Es sei denn, Du hast das schon geübt und kannst es entsprechend cool. Da alle unfairen rhetorischen Mittel „Täter“ – Verhalten im Drama-Dreieck sind, besteht automatisch eine Einladung an Dich, in die Opferrolle zu gehen. Diese unbedingt ablehnen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Selbstreflexion</strong></p>
<p>Was macht diese Rhetorik mit Dir, dieses Gefühl fühlen, annehmen, würdigen, transformieren und weitergehen. Dann, wie war Dein eigener Ton dem Anderen gegenüber? Woher kennst Du diese Form der Rhetorik noch? Wie stabil ist Dein eigener Selbstwert und Deine Wahrnehmungssicherheit?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Gutes Vorbild</strong></p>
<p>Pflege Deinen eigenen Kommunikationsstil. Auf Herz und Nieren getestet, kommuniziere gewaltfrei, empathisch und auf Augenhöhe sowie gleichzeitig klar, transparent, authentisch.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Feedback</strong></p>
<p>Dem Anderen sachlich Rückmeldung geben und um Verhaltensänderung bitten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5. Antworten trainieren</strong></p>
<p>Anbei ein paar Beispiele, gibt es natürlich noch mehr, und jeder findet sicherlich die Worte, die zu ihm passen – und langfristig, wenn die persönliche Lektion gelernt ist, wird es gar nicht mehr nötig sein, weil sich das Umfeld verändern wird.</p>
<p><strong>Bei „tu quoque“:</strong></p>
<p>„Ja Du, das mag sein, dass ich das auch mache. Lass uns da gerne drüber reden, gleich, oder sprich es beim nächsten Mal am besten direkt selbst an. Jetzt möchte ich gerne mit Dir über X reden, OK?“</p>
<p><strong>Bei Whataboutism:</strong></p>
<p>„Das stimmt, da hast Du Recht/Das stimmt aus meiner Sicht nicht, lass uns gleich drüber sprechen, und jetzt wieder zurück zu mir, mir geht es um Folgendes….“</p>
<p><strong>Bei argumentum ad hominem:</strong></p>
<p>Ein Reframing wäre schick, zum Beispiel „Nur weil Du findest, dass ich dumm bin, heißt das noch lange nicht, dass Du a) damit Recht hast und b) dass meine Aussage nicht stimmt. Vielleicht magst Du mir Deine Argumente nennen, die aus Deiner Sicht dagegensprechen?“</p>
<p><strong>Bei Gaslighting:</strong></p>
<p>„Nur weil Du der Meinung bist, es stimmt so nicht und ich täusche mich, heißt das noch lange nicht, dass das stimmt.“ Oder „nur weil Du offenbar anders wahrnimmst als ich, kann meine Wahrnehmung dennoch richtig sein – lass uns drüber sprechen“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich schreibe diesen Artikel, um aufzuklären. Weil ich mir wünsche, dass bis auf die höchste Hierarchieebene hinauf und vor allem im privaten Umfeld diese unfairen Strategien aussterben. Dass sich überall, wo es Menschen gibt, ein menschenfreundlicher herzensempathischer Kommunikationsstil durchsetzt, der die beteiligten Bedürfnisse und Gefühle ernst nimmt und respektiert sowie darauf bedacht ist, eine für alle Beteiligten ideale Lösung zu finden. Wo es als Führungskraft und als Privatmensch nicht mehr wichtig ist, sich mit solcher Rhetorik zu befassen, weil sie schlicht und ergreifend nicht mehr existiert. Ich wünsche mir, dass Empathie mehr Raum bekommt, und dass auch andere antiempathische Verhaltensweisen wie Rat-Schläge, Belehrungen, wie man etwas sehen sollte oder was man tun sollte, schlaue Sprüche, Korrekturen (das stimmt so nicht wie Du es fühlst, das musst Du so sehen) aussterben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Wir sind in so einem großen Wandel, ist es da nicht auch an der allerhöchsten Zeit für eine bessere Kommunikationskultur?</p>
<p>&nbsp;</p>
<blockquote>
<p><span style="color: #009999;"><em><strong>Es ist Zeit für mehr Empathie. Und bis es die Anderen können, gib es sie Dir selbst.</strong></em></span></p>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Quellen: Definitionen in Anlehnung an Wikipedia, alles Andere eigene Darstellung. Bildquelle: Pixabay. Bild/Text selbst erstellt mit Wordswag.</p>
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<p>#Kommunikation #Selbstwert #Selbstliebe #Wertschätzung #Empathie</p></div>
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		<title>Du bist ein wundervolles Unikat</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Hochmuth]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 26 Jul 2020 14:54:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Lotusblüteneffekt]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Ich hatte mich schick gemacht, kurze schicke Hose über den Knien. Das war ca. 1990. Meine Beine stehen nicht gerade. Wir waren im Club, es war dort draußen im Garten, alle waren draußen. Wir hielten uns auf, und ich spürte/hörte ganz genau, wie über mich gelacht wurde. Von einer Gruppe junger Männer, gelacht, auf meine Beine gezeigt. (Der Nachteil vom feinfühligen Mensch, der oft (zu) viel mitkriegt).</p>
<p>Kennst Du es auch, dass Dich Urteile Anderer über Dich, Deine Optik, Deine Art, Deinen Charakter ganz tief getroffen haben? In diesem Artikel kannst Du anhand meiner eigenen Geschichte darüber lesen, warum Andere so etwas tun, und wie man damit umgehen kann.</p>
<p><span style="color: #006666;"><strong><span style="color: #009999;">Abwertung von Außen</span><br />
</strong></span></p>
<p>Meine Mutter hatte schon öfters über meine Figur was gesagt, sie sei „barock“ (aber nie schön), und das kannst Du nicht tragen, das sieht nicht gut aus. Naja, meine Figur löste schon immer einige Reaktionen aus, ich stand damit auch in der Abizeitung (sehr positiv), und es gab einige, die anfassen wollten, und beleidigt, weil sie nicht durften. Die lachten dann besonders gerne wenn ich vorbei ging.</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Im Nachgang erkannt</strong></span></p>
<p>Ganz verschämt habe ich mit 17 einen Jeansminirock gekauft gehabt, den ich auch mit 19 noch anhatte, und wenn ich diese Bilder heute sehe, denke ich „wow“! Was für eine schöne junge Frau, so schöne Beine! Da gab es nichts, aber auch gar nichts, wofür man sich hätte schämen müssen. Nur meine Hamburger Tante, die sagte damals, ich hätte schöne Beine, könnte das gut tragen, wäre auch schön schlank. Sie war die einzige, die es so sah, und ihr glaubte ich damals schon nicht mehr.</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Geglaubt, was Andere sagen</strong></span></p>
<p>Aber ich hatte ihnen geglaubt. Muss doch wahr sein, was sie sagen, und hatte keine eigene innere Haltung zu mir entwickelt gehabt.</p>
<p>Später im Studium, eine Studienkollegin: mit den Beinen würde ICH nichts Kurzes tragen (sagte sie in kurzen Hosen, mit einer ebenfalls nicht Model-Figur).</p>
<p>Selbst noch vor kurzem, vor 4 Jahren bei der Konfirmation unserer Großen. Ich hatte ein Kleid an (mir gefallen Kleider inzwischen an mir, und ich trage sie für festliche Anlässe gerne, auch im Sommer ein luftiges Kleid, herrlich) und fühlte mich wohl.</p>
<p>KEINER meiner angeheirateten Familie machte mir ein Kompliment. Meine eigene Mutter nahm mich ein paar Wochen nach der Konfirmation zur Seite, ganz verschämt, hinter vorgehaltener Hand „Du Regina, es gibt so formende Unterwäsche, man sah Deinen Po“. Zu dem Zeitpunkt tat es „nur“ noch weh, kurz, weil es an Altes erinnerte, aber es hatte schon keine Macht mehr über mich.</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Interne/externe Referenz</strong></span></p>
<p>Hast Du schon mal vom Metaprogramm interne/externe Referenz gehört? Interne Referenz sind die Leute, denen völlig egal ist, was Andere sagen. Da kommen Inhalte und deren Bedürfnisse nicht an, nur was man selbst denkt und für richtig hält ist wahr. Das sind beratungsresistente Menschen, sie nehmen keinerlei Feedback und auch keine berechtigten Hinweise an. Dann gibt es die externe Referenz, das ist das krasse Gegenteil. Und es gibt noch viele Zwischenformen.</p>
<p>Ich war selbst ganz ganz stark bei der externaler Referenz. Was Andere über mich sagten, war Gesetz, das glaubte ich. So schlich sich auch eine Verunsicherung ein, damals in der Grundschule, in der ich bei jedem Auftritt gerufen wurde zum Flöte spielen. Weil ich gut spielte. Der gemeinsame Flötenlehrer von mir und er Schwester meiner damals besten Freundin sagte zu der Schwester, dass ich gar nicht so gut spielen würde. Mir würde dies oder das fehlen. Diese Schwester erzählte es meiner Freundin und die mir „der X hat gesagt, Du spielst gar nicht so gut“. Ja, da begann es dann zu nagen.</p>
<p>Aus heutiger Sicht treibt mir das nur noch die Tränen in die Augen. Denn, ich war immer gut. Jeder ist gut. So gut wie er ist. Und jeder ist schön. So schön wie er ist, einzigartig schön, keine Modelmaße von der Stange, kein Klon, aber individuell und wunderschön. Es steht NIEMANDEM zu, einen Anderen abzuwerten, niederzumachen, sich lächerlich zu machen, sich lustig zu machen. Diese Wunden, diese Stachel können so tief sitzen!</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Du bist ein wundervolles Unikat</strong></span></p>
<p>Du bist ein wundervolles Unikat. Das gilt es ganz tief zu verinnerlichen.</p>
<p>Einmal während einer Weiterbildung, 2011 war das, gestand ich einer sehr liebevollen Frau meine figürlichen Zweifel. Sie schaute mich an und sagte, aber Du hast so ein wunderschönes Gesicht! Da begann ein Wendepunkt. Man kann auf das schauen, was nicht ideal (in wessen Optiknorm??) ist, und man kann auf das schauen, was einem auch selbst sehr gut gefällt…..</p>
<p>Die moderne (von mir durchaus skeptisch betrachtete) psychologische Entwicklungsszene sagt in solchen Fällen natürlich (ohne den Schmerz zu würdigen): ah wie wunderbar! Welch tolle Gelegenheit für Dich zum eigenen Selbstwert zu kommen! Und, was hat dieses Resonanzfeld (also diese Abwertungen Anderer) mit Dir selbst zu tun?</p>
<p>Und weißt Du was? Diese Aussagen stimmen sogar teilweise. Es gibt in meiner Arbeit nur einen feinen Unterschied: der Schmerz dieser vielen Stachel muss wahrgenommen und gewürdigt werden. Gefühlt, durchgefühlt, sich selbst getr<span style="color: #666666;">östet, gehalten und getragen. Liebevoll und wertschätzend zu sich selbst. Das ist der Teil der wunderbaren Gelegenheit, seinen eigenen tiefen Selbstwert zu erlernen, eine tiefe Selbstliebe, die unabhängig vom Außen ist.<br />
</span></p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Mach´ Dich frei von Werturteilen Anderer – warum tun sie so etwas?</strong></span></p>
<p>Wenn das Gefühl gefühlt und getragen, getröstet und geliebt wurde, beginnt die Arbeit am eigenen Selbstwert. Es beginnt die Übung und das konsequente Training, unabhängig zu werden von anderer Meinung. Die ja nichts anderes ist als deren eigene Nicht-Fähigkeit, einen anderen Menschen in Liebe zu betrachten, was wiederum Rückschlüsse zulässt, wie sie zu sich selbst stehen. Aber das ist mir heute egal, denn jeder soll seinen Weg selbst gehen.</p>
<p>Nur lasse ich es nicht mehr zu, dass jemand, der selbst ein Problem hat, es dadurch löst, dass er sich auf- und mich abwertet. Ds ist der Teil zum Resonanzfeld. Ja, es kann mit mir selbst zu tun haben. Und, es kann auch mit dem Anderen zu tun haben. Die Kunst ist, dies zu unterscheiden, und nur seinen eigenen Teil zu bearbeiten.</p>
<p>Die weitere Kunst ist, nicht vollständig internal zu werden, denn dann würde man wertvolles und sinnvolles Feedback außen vorlassen, man würde in der eigenen Suppe kochen und sich ständig im eigenen blinden Fleck bewegen.</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Die Lotusblütenmembran für den Lotusblüteneffekt<br />
</strong></span></p>
<p>Es geht um eine Art Sicherheitsinstanz. Egal, was Andere sagen – DEIN WERT ist vollständig, Du bist wunderbar. Abwertung darf abprallen. Dein Herz geschützt. Und wenn etwas Konstruktives kommt, dann dieses prüfen und ggf. annehmen oder verwerfen. Gutes darf an Dich herankommen, Blödes draußen bleiben. Wie bei der Lotusblüte.</p>
<p>Ein Beispiel dazu: nicht jedes Kleid steht jeder Frau. Dafür gibt es ja unterschiedliche Schnitte, mal ganz am Rande. Wenn mir ein Kleid an meiner Größe34-Freundin gefällt, wird es mir nicht passen. Ich habe weibliche Rundungen, mir gefällt das, und die kommen in einem anderen Kleid vorteilhafter zur Geltung. Wenn mir dann jemand, der so etwas auch wirklich sieht, sagt, schau, in dem Kleid wirkt Deine Figur vorteilhafter, es steht Dir besser, dann wäre ich doch blöd, da nicht drüber nachzudenken.</p>
<p>Warum sollte man etwas tragen, das zu jemand Anderem passt, aber nicht zu einem selbst? Mit dieser durchaus im übertragenen Sinne zu verstehenden Aussage meine ich nicht nur die Kleidung….</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Nur wünschen, dass Andere ändern, hilft nicht</strong></span></p>
<p>Es macht gar keinen Sinn, dass ich mir wünsche, die Menschen mögen nicht mehr so abwerten, nicht mehr so verletzen und stattdessen vor der eigenen Haustüre kehren. Sie werden es immer tun, solange sie noch nicht in ihrer Liebe sind.</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Wie schön</strong></span></p>
<p>Was mich so unendlich freut ist, wenn ich die junge Generation sehe, wie selbstverständlich sie zu ihrer Schönheit stehen, tragen, was ihnen steht, mit jeder Figur, und diese ganz selbstverständlich zeigen. Offenbar haben wir Generation X/Y das Thema abgearbeitet, zumindest hier in Deutschland, so sieht es für mich aus. Meine Tochter sagt mir so oft, wie schön sie mich findet, wie gut mir dies oder das steht. Und ich ihr.</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Erreichbare Wünsche</strong></span></p>
<p>Was ich mir wünsche ist, dass jeder zu seinem inneren Selbstwert kommt, der dies möchte, und der erkennt, dass er etwas dafür tun kann. Dass jeder die bereits erlittenen Schmerzen verarbeiten lernt, und das Einsetzen dieser inneren Sicherheitsinstanz, die schützt, und dennoch Gutes durchlässt. Dabei helfe ich gerne.</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Drei konkrete Schritte</strong></span></p>
<p>Als ersten konkreten Schritt kannst Du ehrlich reflektieren, wie Du zu Dir und Deiner inneren und äußeren Schönheit stehst. Wer Dir schon Negatives über Dich gesagt hat, und wem Du geglaubt hast. Haben sie recht? Wirklich? Oder verbergen sie nicht vielmehr ihre eigenen negativen Gefühle über sich selbst damit?</p>
<p>Als zweiten Schritt kannst Du damit beginnen, gezielt an Anderen Ihre Schönheit zu sehen. Und das bei „Jedermann“, also nicht nur beim Hochglanzmodel. Und Du kannst es ihnen sagen, das tut ihnen und Dir gut.</p>
<p>Im dritten Schritt kannst Du jeden Morgen und jeden Abend in den Spiegel schauen. Wenn Du Dich noch gar nicht so magst, schau nur auf die eine einzige Stelle, die Du schön findest. Und wenn es der kleine Zehennagel vom linken Fuß ist! Wenn Du Dich schon mehr magst, kannst Du Dich ganz betrachten und genießen, oder gar ein Foto machen und dieses genießen.</p>
<p>Wahrnehmen, würdigen, weitergehen.</p>
<p>Du bist ein wundervolles Unikat. Vielleicht magst Du Dir das Bild zum Blog abspeichern, es ist dafür extra in &#8222;Ich-Form&#8220; geschrieben. Dass Du Dir auch wirklich glaubst.</p>
<p>Alles Liebe, Regina</p>
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		<title>Ein Herz für mich</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Hochmuth]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Jun 2020 14:53:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p><span style="color: #009999;"><strong>Vom „Eso-Coaching-Spiritus-Weg“ und über Herz für sich selbst</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>willst Du in Dir, mit Dir weiterkommen, und hast Dich daher schon mit „Lifestyle-Psychologie“ befasst? In diesem Artikel möchte ich Dir erzählen, was hinter manchen Lifestyle-Aussagen steht, und wie sie wirklich wirken können.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Neulich ist meine Tochter morgens ins Fitnessstudio gegangen, weil sie erst nachmittags Schule hatte. Eine tiefe Erleichterung durchströmte mich, seit genau 3 Monaten die ERSTE, die ALLERERSTE Stunde, in der ich ALLEINE, GANZ ALLEINE im Haus war!! Eine Stunde, weil dann mein nächstes Coaching dran war, worauf ich mich freute, aber davor, ganz alleine!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Herrlich! Ein Traum!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Es ging mir teilweise SO auf die Nerven, ständig jemanden um mich rum zu haben. Ich bin oft bis weit in die Nacht aufgeblieben, um Ruhe zu genießen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Poste ich das auf Facebook?! JA! Einfach raus, meine Freude teilen, meine Erleichterung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich musste nicht lange warten, dann ratterte es kurz nach dem Impuls „das postest Du auf Facebook“ in meinem Geist: <strong>Meine eso-coach-spirituelle Erziehung begann reliktartig mit ihrer Gebetsmühle der in über 10 Jahren „gelernten“ Lebenshaltungen zu wüten</strong>:</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>HEY!! Kannst Du das posten, da kriegst Du Kommentare und denken die Leute Sachen wie:</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>„Sei dankbar, dass Du überhaupt Kinder hast, stell Dir mal vor wie viele Leute gerne Kinder hätten“</li>
<li>„Wem seine Kinder auf die Nerven gehen, der braucht ja wohl keine in die Welt setzen, denn das Leben ist immer 100% Genuss und Dankbarkeit für alles, was man sich manifestiert hat!“</li>
<li>„Die armen Kinder, stell Dir vor, welchen Schaden Du in ihrer Seele anrichtest, wenn Du ihnen zeigst, dass Du FROH bist, wenn sie mal weg sind, stell Dir das nur vor!! Und Du willst Coach sein?“</li>
<li>„Es muss Dir egal sein, was Andere denken, denn Du bist Du &#8211; ja klar, aber ich hab auch keine Lust drauf, mit solchen Kommentaren umzugehen – hey, sag bloß, Du lehnst etwas ab? Es ist schließlich alles von Gott“</li>
<li>„Wenn Du keine Ruhe findest, wenn Menschen um Dich sind, mein Kind, dann bist Du im Innen noch nicht in Dir angekommen, denn weißt Du, innen wie außen, es ist Deine innere Unruhe, die sich im Außen spiegelt.“ (dieser Satz passt besonders gut, wenn Du gerade schlafen willst, und der Nachbar mit Inbrunst sägt und fräst, eine hier auch passende spiritus-Phrase ist „lärmst Du oder Dein Mann nie, wirklich nie“….)</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>Sowas herzloses! Übrigens keine Erfindung meines Geistes, sondern alles so an mir und Anderen erlebt, mehrfach. Gar nicht böse gemeint, von den Menschen, das sei nur am Rande gesagt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>„Ach, dass Du das erlebst ist nur ein Spiegel Deiner selbst…..“</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Einfach nur Herz</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Unter ganz normalen Menschen, wenn die eine aufseufzt, hach ich hab die Stunde Ruhe soooo genossen, ist die Antwort ein liebevolles Mitfühlen, ein gemeinsames Lachen, und dann wird Kaffee getrunken, oder Tee. Keine schlauen Belehrungen. Keine neunmalklugen unterschwellig den eigenen hohen Erleuchtungsgrad demonstrierenden Bemerkungen, die vor emotionaler Kälte und Distanz nur so strotzen. Nein, all das nicht. Sondern einfach nur Herz.</p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>„Hey! Dieser Post ist aber nicht Licht und Liebe, man spürt wie da Wumms dahinter ist!“</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p>JA GANZ GENAU und das ist OK, das darf auch sein. Ich habe die Nase gestrichen voll von einiger Haltung. Aus meinem Leben ist sie weitgehend draußen: Ich ganz persönlich hatte in dieser Szene eine lange Odyssee, sehr lehrreich, hat mich sehr weitergebracht, und einiges passt überhaupt nicht zu mir.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Auch wenn die Sätze nicht böse gemeint sind, und ich die Menschen rein menschlich trotzdem sehr mag, die entscheidende Frage ist, was glaube ich wirklich, und mein Kriterium dafür ist, dass es mir ganz tief innen gut- und wohltut. Mir tut es NICHT gut, wenn diese Sätze mir eine Herzlosigkeit spiegeln. Herzlosigkeit? Warum das? Weil in denen Momenten, in denen man etwas empfindet, manchmal auch nicht positiv, eine Bemerkung, die NICHT stehen lässt, was man empfindet, in Wahrheit das Gefühl abwertet, belehrt, im klarmacht, dass es keine Berechtigung hat. Keine Daseinsberechtigung fürs Gefühl. Abwertung statt Herzenshilfe.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Herzenswarm trotz Stups-Charakter</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Manchmal braucht man einen liebevollen „Tritt“, das stimmt, das sehe ich auch so. Dann, wenn man so lange sich in der eigenen Geschichte wälzt, dass man sich nur selbst weh tut, und selbst betriebsblind ist, für das, was man mit sich macht. Dieser liebevolle Stups, so möchte ich ihn lieber nennen, fühlt sich jedoch auch ganz anders an, als die pseudospirituelle Haltung. Herzenswarm, trotz Stups-Charakter.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Diskrepanz-Sensor</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mit Übung kannst Du sehr wohl spüren, wo es eine Diskrepanz in Dir gibt im Kontakt, ganz tief in Dir hast Du eine Instanz, eine Art Sensor, die die Herzenshaltung von jemandem erspüren kann. Die spürt, wann Dir eigentlich vermittelt wird, unter schlau klingenden Phrasen, dass Deine Gefühle nicht in Ordnung sind, wie sie sind.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Heute sehe mich meine Aufgabe darin, darauf aufmerksam zu machen, was da läuft, und zu animieren, Aussagen auf Herz und Nieren zu prüfen, ob sie sich in Dir drin wirklich gut und hilfreich anfühlen. Denn, einmal „gelernt“, sitzt es, das merke ich immer an solchen Momenten wie neulich, wenn die Gebetsmühlen losmahlen wollen. Auch meinen Teilnehmern sage ich immer wieder „das ist meine Wahrheit, prüft sie auf Herz und Nieren, wie Eure Wahrheit ist“.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Zum Glück bremse ich meine Gebetsmühlen meist sehr schnell aus, weil ich so weder mit meinem Herzen, noch mit meinen Mitmenschen umgehe, weil das nicht zu meinem Leben passt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><span style="color: #009999;">Ein Herz für Dich selbst – Liebe zu Dir selbst, Selbstwert</span></strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Mir geht es um den ganz innen tief empfundenen Selbstwert, die Liebe zu sich selbst, die da anfängt, wo es um Deine eigenen Gefühle geht. Wenn Du diese annimmst, egal, wie unbequem sie sind, ist das ein wunderbarer Schritt. Mein Angebot hierfür für Dich ist mein Microcoaching &nbsp;„Mein Wert – Next step“. Lies´ gerne <strong><a href="https://reginahochmuth.de/mein-wert-next-step/" title="Mein Wert - Next step">hier</a> </strong>mehr darüber.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Fragen für Dich zum Reflektieren:</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li>Welches gelernte Konzept tut Dir in Wahrheit überhaupt nicht gut?</li>
<li>Welche Haltung Deinen eigenen Gefühlen gegenüber fühlt sich gut an?</li>
<li>Was kannst Du heute tun, was Dir guttut und was Dich im Innen stärkt?</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Wahrnehmen. Würdigen. Weitergehen.</strong></span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Liebe Grüße,</p>
<p>Regina</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Du bist Du &#8211; über den Selbstwert unabhängig von Lob vom Außen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Hochmuth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 May 2020 10:47:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstliebe]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwert]]></category>
		<category><![CDATA[Selbstwertgefühl]]></category>
		<category><![CDATA[Wertschätzung]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner"><p>Hach geht es mir gut heute, das ist sooo schön, stell Dir vor, heute hat mich so eine schöne Nachricht erreicht, jemand hat gesagt, er mag mich! Findet mich gut! Ich mache gute Arbeit! Ah, das läuft runter wie Öl. Gestern ging es mir ganz schlecht, denn da hat jemand während des Webinars seine Kamera ausgeschaltet, bestimmt habe ich schlechte Arbeit gemacht. Die ganze Nacht habe ich nicht geschlafen.</p>
<p>Kennst Du das auch von Dir? Dass es Dir total nahe geht, wenn Du kritisiert wirst? Oder noch schlimmer, nicht mal Kritik, sondern mit Ablehnung, Abwendung, Entfreundung, Schweigen, ohne dass Du weißt, was Du „falsch gemacht“ hast, konfrontiert wurdest?</p>
<p>Die Einleitung dieses Textes ist eine fiktive Geschichte. Heute. Vor noch 8 Jahren war sie für mich wahr! Da ich viele Seminare gebe, die zwecks Evaluation immer einen „Beurteilungsbogen“ (ja, er heißt bei manchen Kunden nicht Feedbackbogen, sondern Beurteilungsbogen) am Ende stehen hatten, habe ich sehr viele Beurteilungen erhalten. Die meisten, über 95%, mit sehr gut und gut. Immer wieder mal waren einzelne „befriedigend“ enthalten, und ganz ganz selten welche, die mit mir überhaupt nicht konnten. Diese einzelnen Stimmen, sie haben mich so beschäftigt! Ich habe mich reflektiert, „bis der Arzt kommt“, wie es meine Freundin liebevoll benennt. Ja, auch nicht nur beruflich. Auch private Kritik hat mich oft tagelang erschüttert.</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Geht es Dir auch so?</strong></span></p>
<blockquote><p>Du bist Du</p>
<p>Es geht Dir besser, weil Du Lob, Anerkennung oder Wertschätzung von jemandem bekommen hast?</p>
<p>Die schlechte Nachricht:<br />
<span>Du bist immer noch Du, genau der gleiche Mensch.</span></p>
<p>Es geht Dir schlecht, weil Du Kritik, Abwertung oder Geringschätzung von jemandem bekommen hast?</p>
<p>Die gute Nachricht:<br />
Du bist immer noch Du, genau der gleiche Mensch!</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Nur, warum gelingt uns das so schwer? Was heißt uns, es geht ja nicht allen so. Aber uns, die es sich so zu Herzen nehmen, wenn sie kritisiert werden, wenn sie keine Wertschätzung erhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Was ist da los?</strong></span></p>
<p>Wertschätzung, die von außen kommt, tut zwar gut, ja, aber….., ja, aber. Ist Dir schon aufgefallen, dass Du Dich über Wertschätzung weniger freust, wie Dir Kritik an die Nieren geht? Ist das bei Dir so? Bei mir war es das. Oder, dass die Wertschätzung von außen zwar toll war, aber schnell wieder „verpuffte“? Quasi wie wenn Du eine Blume gießt, die schon lange nicht mehr gegossen wurde, da fließt das Wasser nur so durch, es wird nicht aufgenommen.</p>
<p>Wie wäre es, wenn Du völlig unabhängig wärst davon, ob Du Wertschätzung von außen bekämst? Wenn es Dich zwar weiterhin freuen würde, aber nicht Deine existenzielle Nahrung darstellen würde? Die Du brauchst für Deinen Selbstwert? Wenn der Selbstwert in Dir drin stabil existieren könnte, egal, was jemand von außen sagt?</p>
<p>Stößt Dir das jetzt auf? Existenzielle Nahrung? Stimmt doch gar nicht, ist doch gar nicht so! Wirklich?</p>
<p>Ich habe irgendwann einmal bemerkt, dass Wertschätzung zu bekommen, mir guttat. Um sie zu bekommen, habe ich viel getan! Ich habe mich optimiert, an meinen Verhaltensweisen geschraubt, an meiner Ausdrucksweise, nur damit sich jemand nicht daran stört. Mich reflektiert, Fehler bei mir gesucht. All das habe ich gemacht, ohne es klarzuhaben, dass ich das tue, damit ich Wertschätzung bekomme. Es war mir völlig unbewusst.</p>
<p>Später wurde mir klar, dass es abhängig macht, sie zu brauchen. Sie macht abhängig von den Menschen, die einem das geben. Somit ist es eine Form von Macht, die ich Anderen zugestehe. Eine Verhaltensänderung, weg von meiner wahren Natur, hin zu einem Spielball der unterschiedlichsten Wünsche anderer Menschen. Damit war ich nicht alleine. Im Gegenteil.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Warum machen wir Menschen sowas?</strong></span></p>
<p>Es scheint etwas in ihnen drin zu geben, das es für wichtiger hält, Anderen zu gefallen, um Wertschätzung zu bekommen, als nach ihrem Naturell zu leben, und es in Kauf zu nehmen, abgelehnt zu werden!</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Was könnte das sein?</strong></span></p>
<p>Dazu muss man tief runter gehen in die Psyche. Meiner Erfahrung nach sind es existenzielle Ängste des kleinen Kindes, das über die Zellenergie auch heute noch in jedem lebt. Ängste, die besagten, „wenn ich nicht lieb Kind bin, hat mich Mutti nicht mehr lieb, und wenn sie mich nicht liebhat, kriege ich keine Fürsorge und kein Essen und muss sterben“. Im Erwachsenenalter zeigt sich diese damals existenziell völlig berechtigen Gedanken in Form von „Wertschätzung = Annahme = Überleben, Kritik = Ablehnung = Tod“. Ja, es ist berechtigte Todesangst, die ein kleines Kind hat, wenn es durch die Eltern abgelehnt wird. Diese Angst wird auch im Erwachsenenalter durch Kritik aufs Heftigste getriggert. Todesangst durch Kritik? Ja. Wer ganz tief runter schaut, und das gelingt nicht auf den ersten Blick, kann dies spüren und wahrnehmen. An der Stelle beginnt eine ganz ganz tiefe Heilung alter verdrängter und unbewusster Anteile. Wachstum von der Wurzel aus frei nach oben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Hat jeder diese Angst?</strong></span></p>
<p>Nicht jeder, nicht jeder in gleichem Maße. Und dennoch ist das Thema des eigenen Wertes, des Selbstwertes unabhängig von außen, ein ganz großes zentrales Thema nahezu jeder Persönlichkeitsentwicklung. Zu dieser ist nicht jeder bereit. Und das ist OK.</p>
<p>Wenn wir unabhängig von Anderen, im Leben ethischer Prinzipien, zu uns stehen können, als der, der wir sind. Unser Naturell. Unsere Talente, unsere Gaben. Sie zeigen! So wie sie sind! Wäre das nicht toll? Wie wäre es, wenn Du aus Kritik lernen könntest, was es zu lernen gibt, und den Rest einfach bei dem belassen könntest, der sie Dir geben will? Wenn Dich Wertschätzung zwar freut, aber Du Dich dafür nicht verbiegen musst? Wenn Du in Dir selbst so einen stabilen Selbstwert hast, dass Du zu Dir stehen kannst, auch unter Kritik?</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Die gute Nachricht ist, das kann man lernen.</strong></span></p>
<p>Wie? Dieser Weg ist bei jedem unterschiedlich. Aber eine Grundhaltung lege ich Dir sehr ans Herz, sie hilft den meisten Menschen: Selbstmitgefühl, Self compassion auf Englisch. Mitgefühl für all seine Emotionen entwickeln, denn das ist der Türöffner für Selbsterkenntnis, für Selbstwert, Selbstliebe und macht frei.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="color: #009999;"><strong>Eine konkrete Übung für Dich, wie Du mit Kritik umgehen kannst:</strong></span></p>
<blockquote><p>Setze ein Stopp im Außen – einen Schutz, eine Pause für Dich selbst, eine Grenze, dass die Verletzung nicht ganz tief einfährt</p>
<p>Gebe Dir selbst Mitgefühl, für Deinen Schmerz, Dein Gefühl</p>
<p>So lange wie es dauert</p>
<p>Dann reflektiere: was an dem, was der Andere sagte ist wahr? Was kann ich hieraus für mich lernen? Falls Du was gefunden hast, bedanke Dich zumindest für Dich selbst beim Anderen, welch Geschenk er Dir doch gemacht hat, eine Chance zur Weiterentwicklung. Kostenlose Lernimpulse, und er hätte auch schweigen können, dann hättest Du nicht gewusst, was los ist. Er hat sich gegen Energieaufwand dafür entschieden, Dir mit seiner Kritik einen Impuls zur Entwicklung anzubieten!</p>
<p>Gibt es jetzt noch etwas zum Anderen zu sagen? So etwas wie „danke für Dein Feedback“, oder „danke, an dieser Stelle hast Du völlig Recht, nur hier bin ich anderer Meinung“? Oder „danke für Deine Meinung, die ich jedoch nicht teile“?</p>
<p>Sich selbst an sich freuen, an dem wunderbaren Wesen, das man doch ist, in all seinen Facetten</p></blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>Alles Liebe, und melde Dich gerne, wenn Du hierbei Unterstützung haben möchtest. Ich freue mich!</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Alles ist so schrecklich &#8211; wie Du gut mit Jammerei umgehen kannst</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Regina Hochmuth]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Oct 2019 14:38:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Drama-Dreieck]]></category>
		<category><![CDATA[psychologisches Spiel]]></category>
		<category><![CDATA[Transaktionsanalyse]]></category>
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				<div class="et_pb_text_inner">Kennst Du es auch, dass manche Situationen ziemlich nervig sind? Und dass man das Gefühl hat „was wird denn hier gespielt?“ Dieses Gefühl trifft meistens zu, denn ganz schnell landet man im sogenannten psychologischen Spiel – dem <strong>Drama Dreieck aus der Transaktionsanalyse</strong>. Wobei ich persönlich empfinde es mehr als Drama-Kreislauf denn als Dreieck. Die Rollen innerhalb des Dreiecks sind Täter, Opfer und Retter. Dieser Artikel ist dem Opfer gewidmet.

In jedem Artikel über die Rollen schreibe ich zunächst über die Rollen selbst und gebe Impulse zum Nachdenken. Diese Impulse haben zum Ziel die Ausgewogenheit, faire Behandlung, und menschliches Wachstum. Die komplette Serie kannst Du Dir kostenlos als 20seitiges PDF herunterladen, wenn Du Dich <a href="https://reginahochmuth.de/kontakt/#newslettereintrag"><strong>hier</strong></a> in meinen Newsletter einträgst.

Das Drama-Dreieck, bestehend aus Täter, Opfer und Retter, stammt aus der Transaktionsanalyse und beschreibt das Schema, nach dem ein <strong>psychologisches Spiel</strong> unter Menschen stattfindet. Ein ungutes Spiel, ein Spiel ist nie auf der Erwachsenen-Ebene und nie auf Augenhöhe. Das Grundmerkmal ist, einer fühlt sich höher als der Andere. Es geschieht nicht absichtlich, es basiert auf alten unbewussten Mustern, und es steckt immer eine Form von Not dahinter. Meistens beherrscht man eine Rolle grandios, die zweite auch recht gut, und eine liegt einem überhaupt nicht. Das merkt man in den Live-Seminaren, wenn man Menschen Rollen spielen lässt in einem Rollenspiel. Und die Rollen gezielt auf das ausgewählt hat, was sie so gar nicht ausstrahlen.

Warum Drama-Kreislauf? Ja, man kann zwar schon sagen, wer da drin ist, springt irgendwie im Dreieck und Drama ist es auch. Jedoch führt wie in jedem guten Spiel eins zum anderen, und aus Opfern werden Täter, aus Rettern Opfer und so weiter. Da man das ganz schön lange spielen kann, und auch die rollen wechseln können, nenne ich es oft Drama-Kreislauf.

Und nun zum Opfer. Aber Achtung, ich muss Dich noch kurz warnen. Du wirst mit ganz hoher Wahrscheinlichkeit Anteile von Dir entdecken, oder von Mitmenschen. Das ist normal, denn wir haben alle diese Rollen. Ich freue mich immer, wenn wir hier bewusster werden, denn sie sorgen nur für Stress und ungute Gefühle. Wer sie bewusst hat, kann etwas daran ändern! Ein wichtiger Schritt in Richtung emotionale Freiheit.

„Oh je. Bei mir ist immer was los, seufz. Immer passiert irgendwas. Oh je. So schlimm, echt jetzt. Am Wochenende, was mir da wieder passiert ist…..und kaum ist mal Ruhe, kriege ich garantiert eine drauf. Du hast es halt gut. Ich weiß auch nicht, was an mir falsch ist, dass es immer mich erwischt! Zu Dir ist der Chef ja auch nett, aber zu mir nicht, weil wenn es jemand abkriegt, dann ich….“, „Ach, ich kann das überhaupt nicht“, „Ich wollte ja, aber meiner Oma ging es so schlecht, da konnte ich nicht“.

<span style="color: #009999;"><strong>Beispiele für Opferspiele härterer Gangart:</strong></span>

„Mir geht es so schlecht körperlich, ich bin krank, (kein Wunder bei dem ganzen Stress hier)“, „ich leiste hier für Dich, für uns so viel, (Du tust lange nicht so viel, und würdigst mich überhaupt nicht)“. Sie sind deshalb besonders gemein, weil dem Anderen subtil eine Schuld versucht wird zuzuschieben, eine Verantwortung, die gar nicht die Seine ist. Ein typisches Spiel ist „Migräne weil Du so böse warst“ und der „böse Partner“ „muss“ dann auch noch trösten. Zähneknirschend. Aber man kann ja nichts machen, wenn der Körper krank ist……. Oder doch? Sie sind deshalb so schwer zu durchschauen, weil es nicht nur Opfer-Botschaften sind, die da kommen, sondern Opfer in Verbindung mit der Anklage des Täters. Eine Kombi also. Oftmals schwingt dies nur den Worten mit, ohne es explizit zu formulieren. Für unreflektierte Menschen ein kaum zuordenbares Gefühl, ziemlich diffuses Unbehagen ohne Klarheit darüber, was eigentlich los ist.

Wir unterscheiden also reine Opferspiele, und Opfer/Täter-Kombinationen. (zum Täter vergleiche Artikel „Du bist so scheiße – was tun bei Anklagen?“). Was jedes Opferverhalten eint ist das Gefühl, nicht selbstwirksam zu sein, klein zu sein, ohnmächtig, hilflos.

Wie geht es Dir, wenn Du die Opferbeschreibungen, die Sätze, das Verhalten liest? Spürst Du schon dieses Genervt-Gefühl, das einen da beschleicht? Jammerei und sich-selbst-Kleinmachen nervt nämlich irgendwann, das zieht ein ganzes Team runter. Es gibt einen Zeitpunkt, an dem jegliches Mitgefühl endet, keiner dafür mehr Lust hat, und das Team versucht, sich irgendwie zu helfen wie „ich hör da gar nicht mehr hin“ oder „ich sage, ich habe keine Zeit“. Im privaten Bereich reagiert man ähnlich genervt, und wird solchen Menschen zunehmend aus dem Wege gehen.

<span style="color: #009999;"><strong>Nur, warum sind wir genervt?</strong></span>

Bevor es hierauf Antwortvorschläge gibt, möchte ich zunächst betrachten, WARUM jemand in die Opferrolle geht.

<span style="color: #009999;"><strong>Was steht also hinter dem Jammern, hinter dem sich Kleinmachen?</strong></span>

Dahinter steht ein Mensch, der nicht bewusst hat, was er tut. Und da er es nicht bewusst hat, heißt das für mich, dass er es nicht kann. Denn, wenn er es könnte, würde er es tun. Was ist es, was er nicht bewusst hat? Meistens findet sich in der Tiefe eines Jammerers Ohnmacht, Hilflosigkeit, Überforderung und sehr viel Schmerz.

Damit stehe ich in der spirituellen Szene ziemlich alleine da, da die meisten Lifestyle Coaches sagen „man muss nur wollen! Und wer will schafft das!“ – diese Meinung teile ich aus eigener Berufs- und Lebenserfahrung einfach nicht.

Ich kenne Menschen, die wirklich wollen, aber etwas in ihrem Unterbewusstsein, etwas, das sie nicht zu greifen kriegen, ist stärker, und sie schaffen es einfach nicht. Das ist umso frustrierender, wenn man es schon nicht schafft, aber will, und dann zu lesen oder zu hören kriegt, „hey, Du willst einfach nicht. Hör einfach auf zu Jammern.“ Oder wenn man es in den Gesichtern ablesen kann, den leicht angewiderten genervten Ausdruck. Nur, so leicht ist das nicht. Wer schon mal merkt, dass er Menschen auf die Nerven fällt, ist schon den ersten Schritt in Richtung Lösung gegangen, denn den meisten Menschen bleibt dies völlig unbewusst. Sie merken nur die Reaktionen der Mitmenschen, diese tun ihnen weh, und sie wissen nicht, was los ist.

In der „Szene“ werden manche Menschen als „Energievampire“ dargestellt, was mir wehtut, denn absichtlich macht das ja keiner. Da ist Not dahinter. Außerdem braucht jeder „Vampir“ jemanden, der das mit sich machen lässt, hier steckt also auch ein Eigenanteil dahinter.

Wer bei meinen systemischen Seminaren oder Coachings dabei war, kennt den Ansatz „Jedes Problem ist eine Lösung“ und die notwendige Frage „Wofür ist Dein Symptom die Lösung“? Für mich gilt die Regel „kein Verhalten ohne Grund“. Das ist die Denke des Systemikers.

<span style="color: #009999;"><strong>Wofür also ist Jammern die Lösung?</strong></span>

An dieser Stelle eine <span style="color: #009999;"><strong>Reflexionsübung</strong></span> für Dich:

Spür mal rein, beobachte, entweder Andere oder Dich selbst.

Was steckt wohl hinter dem Jammern? Fühle Dich ein, empathisch.

Und für den Fall, dass Du selbst jammerst, finde den Grund, die Situationen, an denen Du jammerst. Was ist da los? Wie könnte man Dir helfen? Was wäre ideal für Dich, was Deine Mitmenschen tun würden? Und da diese ihre eigenen Vorstellungen haben….. was hast Du selbst in der Hand, das Du selbst für Dich tun kannst?

Und nun ausführlicher auf die Eingangsfrage zurückkommend:

<span style="color: #009999;"><strong>Warum nervt uns das Jammern so?</strong></span><span style="color: #009999;"><strong>&nbsp;</strong></span>

<span style="color: #009999;"><strong>Es gibt drei Hauptgründe.</strong></span>

1.

Weil es uns leidtut, weil wir aus Mitgefühl heraus helfen wollen, und diese Hilfe uns aber Kraft und Energie kostet. Es ist eine Art „Manipulation“, um Mitgefühl und Zuwendung zu erhalten. Das mögen wir nicht, wer mag schon manipuliert werden? Ich gebe sehr gerne, aber freiwillig.

2.

Weil Negativität ansteckend wirkt, und das wollen wir nicht – ist wie wenn Dein Kollege mit knallroter Nase schniefend vor Dir sitzt. Wer will schon freiwillig einen Schnupfen? Und warum also sollte man sich negativ fühlen wollen, wenn es einem selbst gut geht? Da Menschen miteinander verbunden sind, ist diese Abgrenzung schwierig.

3.

Weil Jammern nicht das ehrliche Primärgefühl ist (=das echte Gefühl, das, worum es wirklich geht). Da steckt in der Tiefe etwas Anderes dahinter, das in jedem Einzelfall individuell erarbeitet werden muss. Nur spürt jeder diese Diskrepanz, dass es in Wahrheit eben NICHT darum geht, dass alles so schlimm ist, sondern dass etwas Anderes dahintersteckt. Diskrepanz erzeugt bei uns ein „genervt“-Gefühl. Wir spüren also das Sekundärgefühl (es geht um etwas Anderes in Wahrheit) oder gar das Tertiärgefühl (es ist das Gefühl eines Anderen, z.B. der Mutter). Ein Beispiel für das, was dahinterstecken könnte, ist eine Haltung von „ich bin hilflos, ich weiß mir nicht zu helfen“ oder „ich bin unsicher“ oder „ich bin es nicht wert, dass es mir gut geht“. Es gibt unterschiedliche „dahinters“ – also bitte hier mit aller Vorsicht und Respekt vor der Psyche eines Anderen agieren.

&nbsp;

Wer selbst jammert, und irgendwann das Drama Dreieck kennen lernt, fühlt sich sehr unangenehm berührt. Er will es nicht mehr sein. Wer will schon seinen Mitmenschen auf den Nerv fallen, ihnen Energie abziehen, so ganz bewusst?

Ab nun ist es doppelt blöd. Man ist entlarvt, am schlimmsten ist die Entlarvung vor sich selbst, aber man findet trotzdem keine Lösung. Frisst es in sich rein. Die Folge kann sozialer Rückzug sein, ein Mitarbeiter, bei dem man spürt, er ist nicht mehr „ehrlich“, er ist zurückgezogen, resigniert, tendiert zu Überforderung und Krankheit. Das muss übrigens nicht sein, mit Reflexion findet man wunderbare Ansätze für die Lösung des Themas!

Was sich auch noch lohnt zu wissen, Menschen empfinden völlig unterschiedlich. Während der Eine schon leidet und schlimme Schmerzen hat, ist es für den Anderen nicht mehr als ein Ziepen im kleinen Zeh. Das ist völlig wertfrei, es ist eine Disposition. Manche fühlen mehr, manche weniger. Manche sind sensitiv, manche nicht. Hilfreich im Umgang ist Akzeptanz, dass man sich und Andere so lässt, wie man halt ist, und dies nicht bewertet/abwertet.

Wozu lädt das Jammern ein? In der Transaktionsanalyse spricht man von „Ködern“. Zum Beispiel die Aussage „alles ist soooo schlimm“ ist der Köder. Und wird es spannend: was tust Du? Typische Antworten, die aber allesamt schon IM Spiel sind, lauten „jetzt hab Dich doch nicht so“ (Täter) oder „mannomann wir haben alle viel zu tun hier, also heul hier nicht rum“ (Täter) oder „ach jemine Du Arme, das ist ja ganz ganz schrecklich, wie wäre es denn, wenn Du es mal damit versuchen würdest?“ (Rat-Schlag aus Retterhaltung).

Wie reagierst Du auf Opfer-Köder? Welche kennst Du und auf welche „musst“ Du quasi einsteigen?

Und nun ist es natürlich spannend und wichtig zu wissen, was man tun kann. Selbst, und im Umgang mit Anderen.

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<span style="color: #009999;"><strong>Lösungsansätze</strong></span>

Wie kann man also als Führungskraft (Du bist ja kein Therapeut oder Coach) und Mitmensch HELFEN und zwar auf erwachsener Ebene? Die Situation ist zu lösen, das ist klar. Denn sonst ist wirklich irgendwann das ganze Team nur noch genervt. Auch als Einzelperson muss eine Lösung her, denn genervt sein kostet Kraft.

<span style="color: #009999;"><em><strong>Lösungsansatz 1</strong></em></span>

<span style="color: #009999;"><em><strong>Aufklärung und Information</strong></em></span>

Bei diesem Lösungsansatz geht es darum, dass Du Deinem Team oder im privaten Bereich reifen Freunden/Partnern vom Drama-Dreieck und den Hintergründen des Jammerns erzählst. Und darüber berichtest, was man am klügsten tun kann.

Wie verhält man sich günstig?

Herz und Empathie hoch und offen halten, und dennoch sich abgrenzen! Empathisch mitfühlen aber nicht zu tief, sich nicht reinziehen lassen, weil man ein Fass ohne Boden nicht auffüllen kann. Sich nicht energetisch verausgaben. Es bringt nichts. Das heißt also, die Balance finden zwischen zu tief mitfühlen und eiskalt genervt die kalte Schulter zeigen und sich abwenden. Bei sich selbst bleiben.

Dazu hilfreich die positive Konnotation (Beigeschmack, Bewertung) des Jammerns und des Klagens, denn, hätten unsere Vorfahren nicht bemerkt, wenn etwas nicht gut gewesen ist, es würde uns gar nicht geben, denn dann hätten wir nicht überlebt. Also freu Dich über jeden der klagt, Leuten wie ihm haben wir es zu verdanken, dass wir überlebt haben!

Weiterhin lass uns hier die Begriffe „Der Jammerer“ oder „das Opfer“ überprüfen. Ist doch keine nette Umschreibung für einen Menschen, dem es schlecht geht, oder? Würde es ihm nicht schlecht gehen, würde er nicht jammern. Würde er sich nicht hilflos und ohnmächtig fühlen, würde er etwas ändern. Würde er es können, wäre er positiver! Hier magst Du einwerfen, „dann tu doch was dagegen!“.

Manche psychische Erkenntnis kann einen aus der Bahn werfen und nicht jeder ist für heilsame Tiefe stark genug. Und auch das hat man nicht in der Hand, das ist ein Stück weit Disposition des Charakters oder der Seele sag ich mal so. Ich persönlich habe inzwischen absoluten Respekt vor dem Lebensweg eines Jeden. Wenn jemand etwas nicht ändert, wird es einen guten Grund dafür geben.

Manchmal ist die empathische klare Kante erforderlich, ein klares NEIN, ein Grenzen setzen -bis hierher und nicht weiter: frage in mitfühlender aber nicht rettender, nicht täternder Haltung, was konkret der Betroffene braucht, was ihm helfen würde, und wenn Du das möchtest, kannst Du ja prüfen, das zu tun. Es geht also darum, NICHT in das Drama-Dreieck einzusteigen, den Köder nicht zu schlucken, sondern auf Erwachsenen-Ich-Ebene zu agieren.

Am Effektivsten ist vor allem das, was ER SELBST tun kann. Daher empfehle ich, danach explizit zu fragen „was wirst Du nun tun“? Hierauf wird er vermutlich antworten „Ich weiß es nicht, wenn ich es wüsste, würde ich es ja tun“. Dann könnte man sachlich ein paar Tipps geben, aber nicht in der Form, dass man sich ärgert, wenn er den Tipps nicht folgt (sonst wäre es ein Retter-Spiel). Sich auch nicht auf eine endlose Debatte einlassen, in der Dir erklärt wird, warum Deine Tipps nicht funktionieren (Ja-aber-Spiel). Besser ist, wenn sie als Vorschlag gewürzt mit der inneren oder expliziten Haltung sind: „Du wirst die für Dich passende Lösung finden.“

&nbsp;

<span style="color: #009999;"><em><strong>Lösungsansatz 2</strong></em></span>

<span style="color: #009999;"><em><strong>Was kann der Jammerer oder Du selbst, wenn Du gerne jammerst, tun?</strong></em></span>

Die heilsamsten Konzepte, die ich kenne, sind
<ol>
 	<li>Achtsamkeit</li>
 	<li>Lenkung der Bewertungsmechanismen und</li>
 	<li>Um Kooperation bitten: Nicht-Einstieg in das Drama – Dreieck</li>
</ol>
<strong>Zu a) Achtsamkeit</strong>

Achtsamkeit bedeutet, dass der Betroffene lernt, zu bemerken, wenn er wieder mal alles als sehr schlimm empfindet, und wie er damit umgeht, wenn es wirklich gefühlt sehr schlimm für ihn ist. Er bemerkt es, und er lernt, mit seinen Gefühlen umzugehen. Sie zu tragen, liebevoll mit sich selbst umzugehen, und er lernt, sich selbst zu helfen, ohne dass er Andere braucht.

<strong>Zu b) Lenkung der Bewertungsmechanismen</strong>

Durch tägliches Innehalten und Aufschreiben von allen Punkten, die an einem Tag OK waren, oder sogar schön, und ihn lehrt, dass Mensch für eine Glücksempfindung mindestens 20 Sekunden braucht, bis sie im Gehirn auch angekommen ist, kann nach und nach seine negativen Bewertungsmechanismen umlenken.

<strong>Zu c) Um Kooperation bitten: Nicht-Einstieg in das Drama – Dreieck</strong>

Hier braucht man seine Mitmenschen. Bringe Deinem Team oder reifen Partner/Freund das Drama Dreieck bei und das in wertfreier Form. Nichts ist besser oder schlechter, weder Retter, noch Täter noch Opfer. Keines der Positionen entspricht dem erwachsenen bewusst-reifen Menschen. Unterbinde das Retten, und vermeide das „Tätern“ (Z.B. „Du gehst mir so auf die Nerven!!“). Bitte darum, wenn Du Opfer-Köder sendest, und Du dies ändern möchtest, Dir dies wertschätzend zu spiegeln und vor allem, nicht drauf einzusteigen. Einer meiner Ausbilder, der wunderbare und inzwischen leider verstorbene Klaus Grochowiak, erzählte mal augenzwinkernd von einer Vereinbarung, die er mit seiner damaligen Partnerin hatte: „immer wenn jemand spielt, sagt der Andere „piep““. Er meinte, das war am Anfang ein einziges Ge-piep-se.

&nbsp;

NICHT ins Drama-Dreieck einsteigen meint also die Köder ignorieren, bzw. sachlich aus dem Erwachsenen-Ich heraus quittieren.

<span style="color: #000999;"><strong><span style="color: #009999;">Konkrete Beispiele</span>
</strong></span>
<ul>
 	<li>„oh OK (ehrlich gemeint), das tut mir leid für Dich, was möchtest Du nun tun?“ oder</li>
 	<li>„das tut mir Leid, dass Du Migräne hast. Das ist sicherlich schmerzhaft. Kann ich etwas für Dich tun, was brauchst Du gerade?“ oder</li>
 	<li>„ja, so empfindest Du das (und dann schweigen)“.</li>
</ul>
Das sind natürlich nur Vorschläge, jeder findet da seine eigenen Formulierungen.

Darüber hinaus hilft es, seine eigenen Triggerpunkte zu kennen, wann man typischerweise in solche Spiele einsteigt. Welche Köder man quasi „essen muss“. Sich fragen, warum man das tut….. auch hier sind Schätze verborgen, die zu heben sich lohnt.

a) wirst Du als Führungskraft nicht forcieren können, es sei denn, bei Euch im Team gibt es Achtsamkeitstrainings – was ohnehin empfehlenswert wäre. Aber b), das kannst Du ihm im Mitarbeitergespräch und auch in der Alltagsführung klarmachen, als erwachsene Hilfestellung. Damit er Andere nicht nervt, was ihm selbst auch zu Gute kommt, und damit es ihm selbst besser geht. Für den Arbeitserfolg, für den Du ja verantwortlich bist. Auch im privaten Bereich kannst Du Dich dafür einsetzen. Punkt c) kannst Du wunderbar ebenfalls übers Mitarbeitergespräch und im Team integrieren, und auch privat erreichen.

Es geht also um die gesunde Balance zwischen Mitgefühl und Abgrenzung, zwischen Hilfe und Selbstverantwortung.

Puh, Aufwand? Energie? Zeit? Hast Du nicht? Verstehe ich! Bitte bedenke jedoch die Folgen, die sich einstellen würden, wenn Du das Thema NICHT angehst. Im Arbeitsleben leidet die Atmosphäre im Team. Im Privatbereich die zwischenmenschliche Atmosphäre, es gibt Spannungen, die belasten.

Und zu guter Letzt: die Rollen müssen nicht ein für allemal zementiert sein, das ist eher unwahrscheinlich. Es gibt fast immer den Zeitpunkt, an dem die Rollen wechseln, und das Opfer zum Täter wird, oder aber selbst versucht, jemanden zum Opfer zu machen, indem er ihn zu retten versucht. Spätestens das ist der Zeitpunkt, an dem das Spiel so gut wie jedem auffällt. Unangenehm, und für einen angenehmen zwischenmenschlichen Kontakt braucht es eine Lösung.

&nbsp;

Wenn dieser Artikel zum besseren Verständnis von Verhalten gedient hat, und dazu, dass er Lösungsmöglichkeiten aufzeigen konnte, freue ich mich sehr. Ich freue mich über Erfahrungsberichte, über Diskussion, über Deine Meinung.

Wenn Du selbst raus willst aus dem Drama, aber nicht weißt wie, ich bin da 😊

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